Autor:
Björn Brodersen
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Nexus-Smartphones: Google gibt HTC angeblich 3-Jahresvertrag

Google und HTC haben laut einem Bericht aus China eine exklusive Zusammenarbeit bei Nexus-Smartphones für die kommenden drei Jahre vereinbart. Die Nachricht passt zu vorangegangenen Meldungen, nach denen Google künftig nach Apple-Vorbild mehr Kontrolle über die Hardware ausüben möchte. Das ist nur mit Hardware-Partnern möglich, die bereit sind, ins zweite Glied zu rücken.

Nexus-Smartphones: Google gibt HTC angeblich 3-Jahresvertrag

Nexus One: Das bislang einzige Google-Smartphone von HTC | Foto: Google

Der taiwanische Hersteller HTC soll mit Google eine exklusive Zusammenarbeit bei den Nexus-Smartphones für die kommenden drei Jahre unterzeichnet haben. Diese Nachricht verbreitet ein Nutzer über den chinesischen Microblogging-Dienst Sina Weibo, und chinesische Tech-Websites wie MyDrivers und CNMO haben diese aufgegriffen. Bereits seit Januar kursiert das Gerücht, dass HTC in diesem Jahr für Google zwei Nexus-Smartphones mit Display-Größen von 5 Zoll bzw. 5,5 Zoll bauen wird, die die Codenamen T50 und T55 tragen werden. HTC fertigte 2010 mit dem Nexus One bzw. T-Mobile G1 das erste Android-Smartphone im Handel überhaupt sowie 2014 das Tablet-Modell Nexus 9.

HTC hat seit längerem Schwierigkeiten, sich gegen Konkurrenten im Premium-Bereich wie Samsung auf der einen und preisaggressive Anbieter wie Huawei und Xiaomi auf der anderen Seite zu behaupten. 2013 fiel das Unternehmen aus den Top 10 der absatzstärksten Smartphone-Hersteller heraus. Der weltweite Marktanteil liegt heute bei um die 2 Prozent. Um wieder in die Erfolgsspur zu kommen, stellt sich HTC neu auf: Im August vergangenen Jahres kündigte CEO Cher Wang neue Geschäftseinheiten für Premium-Smartphones, Virtual Reality und Connected-Lifestyle-Produkte an. Am 19. April wird HTC in London das neue Flaggschiff-Smartphone vorstellen, das unter eigener Marke segeln wird: HTC 10.

Google machts mit HTC: Alles scheint ins Bild zu passen

Die neue Nachricht passt auch zu zwei weiteren Berichten der vergangenen Wochen: Zum einen hat LG Electronics kürzlich eine Auszeit vom Smartphone-Programm von Google verkündet. Die Südkoreaner hatten zuletzt mit Nexus 5X und Nexus 5 für zwei Nexus-Smartphones verantwortlich gezeichnet.

Zum anderen soll Google-Chef Sundar Pichai eine neue Strategie beim Nexus-Programm verfolgen und künftig mehr Kontrolle über die Produktion der Geräte ausüben wollen, um die Nexus-Geräte als echte Alternative zum iPhone zu positionieren. Die Nexus-Smartphones sollen künftig explizit als Google-Geräte vermarktet werden, während bei den bislang gelaunchten Smartphones und Tablets der Name der Partnerhersteller noch deutlich sichtbar am Gehäuse prangt. Die Hardware-Partner von Google würden dadurch in der Außendarstellung nach hinten in die zweite Reihe rücken - offenbar ist HTC bereit zu diesem Zugeständnis.

Mehr zum Thema: Android-Smartphones, Smartphones, Android-Gerüchte, Nexus

via PhoneArena

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Kommentare
  1. 09.03.16 17:28 IchBinNichtAreamobile.de (Handy Master)

    @TONG:"Hätte HTC diesen Auftrag nicht bekommen und dann auch noch gleich für 3 Jahre, hätten sie wahrscheinlich den Laden bald dicht machen können."
    >>In der Überschrift steht doch ganz klar "angeblich". Deine Spekulation überspringt also eine Voraussetzung.

  2. 09.03.16 14:04 Gandalf (Advanced Handy Profi)

    Im Grunde kein schlechter Deal für htc.
    Für die 3 Jahre wird Google ordentlich gezahlt haben. Eventuell wollen sie htc auch ein Stück weit helfen.
    So hätten wir die finanzielle Sicht, das Ganze zu übernehmen.
    Hinzu kommt, dass man durch die Nexus Produktion die eigenen Produkte mitpushen kann. Dass das klappt, sah man an LG. Daher siehe LG. Denen hat's ziemlich gut getan, marketingtechnisch.
    Wäre ja wünschenswert für die Taiwanesen.

  3. 09.03.16 11:22 TONG (Member)

    Eigene Smartphones bedeuten auch eigene Kosten ohne zu wissen, wie sie sich später verkaufen und was dann wieder reinkommt.

    In diesem Fall baut HTC die "Nexus"-Smartphones oder wie sie vielleicht auch immer heißen werden und bekommt von Google entsprechende Zahlungen, die sicherlich auch nicht zu knapp ausfallen werden.
    Den Taiwanern kann es dann erstmal egal sein, wie viele von denen am Ende verkauft werden, denn Google wird beliefert und ist für die Vermarktung selber verantwortlich.
    Da kann man nur noch für Google hoffen, dass sies besser machen als beim genialen Pixel C, das bisher nur über den eigenen Google Store verkauft wird.

    Der Verkauf von Motorola war in meinen Augen auch schon immer ein großer Fehler, doch bei all den anderen ANDROID-Herstellern kamen anscheinend schon sehr Bedenken auf, ob sie nach der Übernahme nicht benachteiligt werden könnten.
    So haben sie sich die Patente gesichert, Motorola wieder verkauft und sich so weniger "angreifbar" gemacht.

  4. 09.03.16 11:09 chief (Advanced Handy Master)

    Ich wüsste nicht, wie solch ein 3 Jahres Vertrag, HTC die nächsten 3 Jahre überleben lassen soll. Die Stückzahlen der Nexus Geräte sind so etwas von unbedeutend und dürfte das Minus sogar noch größer machen, wenn man nicht auf vorhandene Modell zurückgreift sondern extra eigene entwickelt.

    Wenn Google wirklich mehr Kontrolle über die Hardware will, hätte man Motorola behalten sollen und daraus die Nexus Serien hervorbringen lassen können oder sich gleich komplett an Foxconn wenden.

  5. 09.03.16 10:51 TONG (Member)

    Hätte HTC diesen Auftrag nicht bekommen und dann auch noch gleich für 3 Jahre, hätten sie wahrscheinlich den Laden bald dicht machen können.
    Nun heißt es wieder "Back to Basic", so wie sie begonnen haben und auf Foxconn machen.

    Das kann auch gleichzeitig ein Neubeginn sein.

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