Mobiles Webbrowsing kommt allmählich in Mode - fernab jeglicher Vorurteile von teuren, langsamen und sinnfreien WAP-Kärtchen ist das Surfen im WWW mit modernen Smartphone-Betriebssystemen und GPRS bzw. UMTS mittlerweile ein echtes Erlebnis. Verschiedene Browser-Plattformen sind auf mobilen Endgeräten für die Betrachtung von HTML, XHTML und WML-Seiten geeignet, die bekanntesten darunter vermutlich Microsofts mobiler Internet Explorer, Access Netfront, Picsel, Opera, Mozilla Minimo oder die zahlreichen Eigenentwicklungen von Samsung, Sony Ericsson oder Nokia.
Die Ergebnisse einer Studie haben den Marktführer nun dazu bewogen, sich mit einem neuen Unterbau für den mobilen Webbrowser in Series60-Systemen zu beschäftigen, 50% des mit Smartphones genutzten Datenaufkommens würden demnach mittlerweile mit Webbrowsing generiert. Die Darstellungsqualität bzw. -geschwindigkeit und der Browsing-Komfort sind dagegen noch verbesserungswürdig. Auf Basis der freien Rendering-Enginge KHTML, die im File-Manager und Webbrowser Konqueror für die Fensteroberfläche KDE auf Linux-Desktops zum Einsatz kommt bzw. Apple's Safari-Browser soll nun ein Entwicklungszweig für Series60 geöffnet werden. Mit der Nutzung von OpenSource-Software bekennt sich der finnische Hersteller darüber hinaus zu offenen Standards und zur Freiheit in der Software-Entwicklung. Unterstützt wird das Unternehmen bei der Entwicklung des neuen Browsers von niemand geringerem als Apple. Das Unternehmen machte sich bei den KHTML-Entwicklern zwar nicht gerade beliebt, als sie KHTMLs Codebaum für ihren Safari-Browser außergewöhnlich lange geheim hielten und damit nicht ganz im Sinne der GNU Public License handelten, verliehen mit ihrer KHTML-Version OpenDarwin/Webkit dem Projekt aber deutliche Impulse für Kompatibilität, Geschwindigkeit und Fehlertoleranz der Engine.
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