Autor:
Björn Brodersen
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OnePlus und Canonical bringen Ubuntu auf OnePlus One und OnePlus X

Smartphone-Hersteller OnePlus und Software-Entwickler Canonical kooperieren: Ubuntu steht schon jetzt zum Flashen auf das OnePlus One bereit. An einer Ubuntu-Version für das OnePlus X arbeiten die Entwickler noch.

OnePlus und Canonical bringen Ubuntu auf OnePlus One und OnePlus X

OnePlus One mit Ubuntu | (c) OnePlus

Der chinesische Smartphone-Hersteller OnePlus und der Software-Entwickler Canonical arbeiten zusammen und bringen das Betriebssystem Ubuntu auf das OnePlus One. Auf einen bereits vom 20. Februar stammenden Beitrag im Forum, in dem OnePlus die Nachricht verkündet, verweist der hersteller jetzt auf seiner Facebook-Seite. Das OnePlus One reiht sich damit neben Geräte wie Fairphone 2 sowie Nexus 5, Nexus 4 und Nexus 7 (2013) ein, die mit Ubuntu Phone bespielt werden können. Nach eigenen Angaben will das Unternehmen das Linux-basierte offene Betriebssystem auch für das OnePlus X anbieten. Canonical arbeitet zudem mit der Community an einem Port für das Sony Xperia Z1.

Die Ubuntu-Firmware ist jeweils für ein spezielles Smartphone- oder Tablet-Modell entwickelt worden. Eine Anleitung zum Flashen des alternativen Betriebssystems auf das ursprünglich mit Cyanogen OS gestartete OnePlus One findet sich auf der Ubuntu-Entwickler-Seite sowie auf der Website UBports.com.

Scopes und Kantengesten: So funktioniert Ubuntu auf dem Smartphone

Kernelement von Ubuntu auf dem Smartphone sind die sogenannten Scopes: Dabei handelt es sich um eine Art Übersichtsseiten, die die jeweils aktuellsten und wichtigsten Informationen aus einer oder mehrerer Apps oder Webseiten mit demselben Themenschwerpunkt anzeigen. Wie eine Art Feedreader bezieht ein Scope die Daten aus einer App oder direkt aus dem Internet. Die Bedienung von Ubuntu Touch geschieht hauptsächlich über die sogenannten "Kantengesten": Das sind Wischbewegungen von den vier Bildschirmrändern hin zur Mitte. Eine Wischbewegung vom oberen Rand nach unten öffnet beispielsweise eine an Android und Windows Phone erinnernde Statusleiste.

Da das App-Angebote für Ubuntu noch sehr überschaubar ist, sind die meisten erhältlichen Apps von Drittanbietern nicht viel mehr als eine Webseite im App-Container. Bald soll auch die Convergence-Funktion, die aus dem Smartphone mit Verbindung zu einem großen Bildschirm, zu einer Maus und zu einer Tastatur einen Quasi-PC, verfügbar sein.

Smartphones und Tablets mit vorinstalliertem Ubuntu

Andere Geräte wie die BQ-Smartphones Aquaris E4.5 und Aquaris E5 sowie das Meizu MX4 und das Meizu MX5 Pro werden auch in Versionen mit vorinstalliertem Ubuntu verkauft. Der spanische Hersteller BQ hat zudem Ende Februar auf dem Mobile World Congress ein ab Werk mit Ubuntu bespieltes Tablet-Modell (Aquaris M10) angekündigt, das die Convergence-Funktion von Ubuntu unterstützen und im zweiten Quartal dieses Jahres herauskommen soll.

Mehr zum Thema: Android-Smartphone, Smartphone, Ubuntu, Mobile Betriebssysteme

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