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Autor: Stefan Schomberg 11.03.2016 - 13:45 | 7

Apple an iPhone-Nutzer: Lasst Apps im Hintergrund ruhig laufen

Eine der häufigsten Aktionen vieler Smartphone-Nutzer: das manuelle Schließen von Hintergrund-Apps. Dabei wiederholen die Hersteller immer wieder, dass das gar nicht nötig sei. Jetzt hat iOS-Chef Craig Federighi einem Fan stellvertretend für seinen Chef Tim Cook per Mail geantwortet: Das Löschen von Hintergrund-Apps ist nicht nötig! Eine Bestätigung von (fast) höchster Ebene also.

Apple an iPhone-Nutzer: Lasst Apps im Hintergrund ruhig laufen

Apple geht manchmal doch auf Kunden ein | (c) Areamobile

Manchmal siegt Frechheit eben doch: Ein Leser des Apple-Magazins 9to5Mag schrieb eine E-Mail direkt an Apple-Chef Tim Cook und fragte ihn, ob dieser bei seinen iOS-Geräten regelmäßig Hintergrund-Apps lösche und ob das wegen des Batterieverbrauchs überhaupt nötig sei. Cook antwortete zwar nicht selbst, schickte aber iOS-Chef Craig Federighi vor - der muss es ja wissen! Auf die beiden Fragen antwortete der dann auch äußerst direkt und präzise: nein und nein. Ein Smiley dahinter macht aber wohl deutlich, dass das nicht als Abfuhr gemeint war. Zudem dankte er dem Fragesteller anschließend dafür, ein Apple-Nutzer zu sein - so geht Kundenbindung in Kalifornien.

Was der iOS-Chef damit meint, ist recht einfach: Normalerweise verbrauchen Apps im Hintergrund keinen Strom, da sie im Arbeitsspeicher des Smartphones schlafen und nicht aktiv sind. Anders ist das natürlich bei Apps, die aktiv Features wie GPS nutzen, Musik abspielen oder (je nach Programmierung) Nachrichten in Intervallen abrufen oder gepusht bekommen. Solche Apps gelten als aktiv und verbrauchen natürlich Strom. Vor dem willkürlichen Beenden von Apps warnt Apple, das solle man nur tun, wenn Apps eingefroren sind oder sich sonst wie unplanmäßig verhalten.

Natürlich gibt es auch hier eine Ausnahme von der Regel. Manche Apps verbrauchen auch dann Strom, wenn sie vermeintlich im Hintergrund vor sich hin dösen - sei es wegen eines Fehlers bei der Ausführung der App oder wegen eines Bugs in der Programmierung. Solche Apps verbrauchen dann doch Strom - so ganz sicher sein kann man sich also nicht und absolut allgemeingültig ist die Aussage von Craig Federighi damit auch nicht. Aber immerhin ist es nett zu wissen, dass manchmal sogar so "hohe Tiere" wie der iOS-Chef Fragen des "kleinen Mannes" beantworten.

An alle Android-Nutzer: Warum der sogenannte Task-Killer nichtt genutzt werden sollte, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Mehr zum Thema: iPad, iPhone, Apps, Smartphones, Tablet, iPad Mini, Apple-Smartphones, Apple-Tablets, Kurioses

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Kommentare
  1. 12.03.16 11:58 pixelflicker (GURU)

    @George:
    Dass das iPhone in Sachen RAM am Limit läuft, liegt aber nicht an den geöffneten Apps. Ich habe auf dem iPad fast keine Apps installiert und nutze fast ausschließlich Mail, Kalender und den Browser und selbst da werden ständig Tabs geschlossen und das Mailprogramm muss neustarten...

    Es reichen also schon zwei Apps, damit der RAM überlastet ist. Aber wehe man sagt, dass Apple in Sachen RAM die User verarscht, dann bekommt man sofort zu hören, wie wahnsinnig Effektiv doch iOS ist...

  2. 11.03.16 20:55 IchBinNichtAreamobile.de (Advanced Handy Master)

    Bei Android ist es besonders absurd, weil man nicht die Apps killt, sondern nur den Snapshot. Die App kann sehr wohl im Hintergrund weiterlaufen. Man macht ein wenig Arbeitsspeicher frei, aber der Akku hat damit herzlich wenig zu tun. Wenn man eine App wirklich killen will, dann muss man das erzwingen. Ich persönlich hab aber keine Apps die das im Normalfall erfordern würden.

  3. 11.03.16 18:13 George Straßburger (Moderator)

    Na ja ob das so ganz stimmt. Wenn z.B. 20 Apps im Hintergrund offen sind, wird das iPhone auch langsamer. Das werden vor allem Power-User merken. Wenn man dann immer mehr Apps aufmacht, merkt man wie die Performance zunehmend einbricht. Die meisten Apps müssen beim iPhone 6 nicht refreshen, da Apple das RAM Management voll im Griff hat, aber trotzdem läuft das System am Limit. Das ist meine persönliche Erfahrung.

    Ich bin auch der Meinung das 1 GB RAM viel zu wenig ist. Das iPhone 6 leidet mit iOS 9 unter starken Framedrops in der UI. Weniger Probleme macht da das 6s, aber auch 2 GB sind nicht die Welt. Apple spart an den Komponenten und verbaut nur so viel wie nötig, damit die iPhones laufen, zumindest 1 Jahr lang. Denn wenn dann ein neues Ressourcen hungriges Update kommt, merkt man wie die Performance den Bach runter geht.

    Beim Galaxy S6 z.B seh ich dieses Problem nicht. Auch nach dem Marshmallow Update läuft alles geschmeidig ohne sichtbare Einbußen. Es läuft zum Teil sogar besser als noch mit Lollipop. Das ist wohl unter anderem dem großzügig bemessenen Arbeitsspeicher mit 3 GB geschuldet.

  4. 11.03.16 17:38 Frankfurter Knackarsch (Expert Handy Profi)

    lustig finde ich, wie Apple zuerst sagt "Nein" und am Ende meint "man kann sich nicht sicher sein" ;)

  5. 11.03.16 15:15 M.a.K (Handy Master)

    Bei Android schließe ich generell ab und zu alle Anwendungen. Damit wird auch gleichzeitig der Verluf der genutzten Anwendugen gelöscht welcher sich sonst ins Unendliche aufreiht. Ist ja nur ein "klick".

  6. 11.03.16 15:12 pixelflicker (GURU)

    Genau das Selbe wie bei Android auch. Das System weiß selber am Besten, wann es etwas beenden muss und leerer Arbeitsspeicher hat überhaupt keinen Nutzen (was manche aber einfach nicht glauben wollen).

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