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Autor: Stefan Schomberg 14.03.2016 - 10:37 | 0

Sony arbeitet an interaktivem Wohnzimmertisch

Neue technische Spielereien sind meist sehr teuer und erst dann erschwinglich, wenn ein großer Hersteller solche Dinge für den Massenmarkt produziert. Sony entwickelt jetzt einen Projektor, der aus jedem Tisch eine interaktive Oberfläche macht und Dinge nicht nur projiziert - die Nutzer können mit den dargestellten Inhalten auch interagieren.

Sony arbeitet an interaktivem Wohnzimmertisch

Sony Future Labs Projector | (c) Engadget

Die meisten größeren Hersteller bauen nicht nur einfach bestehende Technik in ihre Geräte ein, sondern forschen auch an zukünftigen Technologien. Bei Sony ist dafür das sogenannte Future Lab zuständig und genau von dort stammt eine technische Spielerei, die aus jeder einfachen Oberfläche eine interaktive Spielwiese machen soll und die jetzt auf dem SxSW (South by Southwest Conferences and Festivals) vorgestellt wurde. Möglich macht das schon jetzt der Prototyp eines Projektors, der über solchen Oberflächen - etwa an der Decke eines Raumes - befestigt werden muss, um so eine ganze Fläche wie etwa einen Wohnzimmertisch abdecken zu können. Dabei werden aber nicht nur Inhalte auf so einen Tisch projiziert, sondern gleichzeitig auch Gegenstände, die man darauf ablegt, erkannt.

Außerdem werden Inhalte nicht nur einfach dargestellt, sondern der Nutzer kann auch mit ihnen interagieren. So erkennt das System etwa auch eine Hand und Finger, mit denen projizierte Dinge bewegt oder gedreht werden können. So lassen sich mit dem Projektor dann echte Gegenstände und virtuelle Gegenstände kombinieren. Was damit später einmal anzufangen ist, ist noch offen. Als Techdemo zeigte Sony das Buch "Alice im Wunderland" von Lewis Carroll, bei dem nach dem Aufschlagen einzelne Lesezeilen hervorgehoben oder Figuren aus dem Roman virtuell zum Leben erweckt wurden.

Wann so ein Projektor in den Verkauf geht, ist ungewiss. Zuvor gibt es sicherlich noch diverse Fragen zu klären. Reicht beispielsweise die Leuchtkraft des Projektors auch für hell erleuchtete Räume? Außerdem werfen echte Objekte auf dem Tisch Schatten - das zerstört die Immersion: Kann man das durch zusätzliche Projektoren verbessern? Wie steht es dann mit der Software - wie viel kann sie erkennen und darstellen? Ist sie lernfähig? Kann der Nutzer ihr selbst Dinge beibringen? Der tatsächliche Nutzen scheint derzeit also noch etwas eingeschränkt, auch wenn diese Projektionstechnik als Übergangslösung bis zur flächendeckenden Verfügbarkeit von echter AR wie bei der Hololens von Microsoft sicherlich ein interessanter Schritt ist. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt Sony auch bei seinem Xperia Projector, von dem aber ebenfalls noch nicht klar ist, ob er tatsächlich auf den Markt kommt.

Mehr zum Thema: Tablet, Gadget

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