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Autor: Stefan Schomberg 15.03.2016 - 12:52 | 15

Smartphone-Markt: Sony macht den höchsten Profit, HTC und Microsoft zahlen drauf

Der Wechsel der Firmenpolitik für die Mobile-Sparte von Sony scheint langsam Früchte zu tragen: Sony Mobile ist inzwischen der Android-Hersteller mit dem höchsten durchschnittlichen Verkaufspreis pro Gerät und dem höchsten Gewinn. Dennoch gibt es Anlass zur Sorge, denn gleichzeitig sinken die Verkaufszahlen weiter. Microsoft und HTC steht das Wasser inszwischen bis zum Hals.

Smartphone-Markt: Sony macht den höchsten Profit, HTC und Microsoft zahlen drauf

Sony Xperia Z5 Premium - der Name ist Programm | (c) Areamobile

Noch vor anderthalb Jahren war Sony Mobile ein echtes Sorgenkind, die Smartphone- und Tablet-Sparte des japanischen Konzerns schrieb tiefrote Zahlen. Damals beschloss die Firmenspitze, fortan auf weniger Modelle, dafür aber auf hochpreisigere Geräte setzen zu wollen. Diese Strategie scheint grundsätzlich aufzugehen, denn im vierten Quartal 2015 hatte Sony den höchsten Verkaufspreis pro Stück aller Hersteller von Android-Geräten und auch beim Gewinn pro Gerät liegt Sony an der Spitze der Android-Hersteller. In Zahlen bedeutet das: Der Durchschnittspreis pro Gerät liegt bei Sony bei 422 US-Dollar, HTC folgt bei den Android-Herstellern auf Platz zwei mit 237 US-Dollar, dahinter Samsung mit 225 US-Dollar, LG mit 210 US-Dollar und Microsoft mit 186 US-Dollar. Jenseits davon liegt Apple: Das Unternehmen verkauft seine iPhones durchschnittlich für satte 691 US-Dollar.

Durchschnitspreis pro Gerät (Average Selling Price - ASP) | (c) sonyrumors

Durchschnitspreis pro Gerät (Average Selling Price - ASP) | (c) sonyrumors

Gewinn pro Gerät: Sony führt bei Android-Herstellern

Einen ähnlich gravierenden Unterschied zwischen iOS- und Android-Geräten gibt es auch beim Gewinn pro verkauftem Gerät. Apple führt auch hier unangefochten mit 184 US-Dollar, der Abstand zum Zweitplatzierten Sony mit nur 26 US-Dollar ist immens. Samsung kann da mit 23 US-Dollar gerade noch mithalten, LG macht allerdings schon ein Minus von 3 US-Dollar je verkauftem Smartphone. Microsoft und HTC zahlen mit 36 und 38 US-Dollar sogar kräftig drauf. Das bedeutet im Klartext, dass Apple wenige hochpreisige Modelle gleichzeitig im Portfolio hat, was zu hohen Profiten pro Gerät führt. Bei Microsoft ist es genau anders herum: Hier werden überwiegend günstige und noch dazu mehr unterschiedliche Modelle verkauft, bei den wenigen Verkäufen kann das Unternehmen aber nicht einmal seine eigenen Kosten decken.

Verkauszahlen Q4 2015 | (c) sonyrumors

Verkaufszahlen Q4 2015 | (c) sonyrumors

Problem: Verkaufszahlen

Hier kommt bei allem Lob für Sony aber auch ein Problem auf. Denn seit einigen Jahren gehen die Verkaufszahlen immer weiter zurück. Sollte diese Abwärtsbewegung nicht aufgehalten werden können, wird auch Sony früher oder später keine Gewinne mehr machen. LG setzt offenbar aber auch aufs falsche Pferd. Denn obwohl LG im vierten Quartal 2015 etwa doppelt so viele mobile Endgeräte wie Sony verkauft hat, liegt der Durchschnittspreis pro Modell halb so hoch wie bei Sony - LG verzettelt sich in einer zu breiten Palette mit zu vielen Billigmodellen. Unterstützung für diese These liefert auch die hohe Zahl an Neuvorstellungen im gerade angelaufenen Jahr: LG hat bereits neun Geräte vorgestellt, darunter aber nur das LG G5 als hochpreisiges Modell. Für HTC steht das Wasser diesen Zahlen zufolge inzwischen ohnehin bis Oberkante Unterlippe.

Gewinn pro Gerät | (c) sonyrumors

Gewinn pro Gerät | (c) sonyrumors

Kundenkarussell: Die etablierten Hersteller verlieren

Interessant ist zudem auch das Kundenkarussell, das die Analysten von Kantar Worldpanel für Februar 2016 erstellt haben. Es zeigt die Abwanderbewegung von Käufern zwischen den großen Herstellern mobiler Endgeräte mit Android. Zu den Verlierern gehören hier LG, aber vor allem HTC, Sony und Samsung. Ihre Kunden orientieren sich vor allem Richtung Huawei, aber auch zu anderen günstigeren Marken wie BQ, Motorola oder Wiko. HTC-Kunden wandern demnach aber stark zu Samsung ab, auch Sony gibt Kunden an Samsung ab.

Kundenbewegung Februar 2016 | (c) Kantar Worldpanel

Kundenbewegung Februar 2016 | (c) Kantar Worldpanel

Mehr zum Thema: Android-Smartphone, Smartphone, Apple-Smartphones

via Sonyrumors, The Overspill

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Kommentare
  1. 16.03.16 23:25 nohtz (Professional Handy Master)

    +++ Beitrag gelöscht wegen Offtopic. Die AM-Redaktion +++

  2. 16.03.16 22:56 bocadillo (Professional Handy Master)

    Nohtz

    Nö - ich meine die belanglosen Spitzen im Forum !

    Fritz

    Genau das meine ich - mit Gewinn pro Stück kann der der Unternehmensgewinn pro Stück gemeint sein aber auch ganz banal der Deckungsbeitrag !

  3. 16.03.16 22:39 nohtz (Professional Handy Master)

    "Problem: Verkaufszahlen
    Hier kommt bei allem Lob für Sony aber auch ein Problem auf. Denn seit einigen Jahren gehen die Verkaufszahlen immer weiter zurück. Sollte diese Abwärtsbewegung nicht aufgehalten werden können, wird auch Sony früher oder später keine Gewinne mehr machen"

  4. 16.03.16 22:37 Fritz_The_Cat (Advanced Handy Master)

    WAS steht "so" im Artikel?

    EdiT: Ja, so etwas ähnliches steht im Artikel.

    Einige hier sprachen aber über Sonys Gewinn(situation) und wie die vorliegende Meldung œBocadillo "wurmen" müsse.

  5. 16.03.16 22:12 nohtz (Professional Handy Master)

    fritz
    so stehts auch im artikel

  6. 16.03.16 22:09 Fritz_The_Cat (Advanced Handy Master)

    Nur einmal zur Erinnerung: Gewinn pro Stück sagt nichts aus über den operativen Gewinn des entsprechenden Geschäftsbereiches.

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