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Autor:
Björn Brodersen
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ID1: Android-Smartphone mit erfrischend anderem Bedienkonzept

Mit neuartigem Bedienkonzept für Android-Geräte steigt das dänische Unternehmen ID2ME in den Smartphone-Markt ein. Über horizontales und vertikale Ziehbewegungen auf der unteren Display-Hälfte steuern die Nutzer des ID1 genannten Smartphone-Modells weiter weg vom Finger liegende Apps an. In dieser Woche startet das ID1 in den Verkauf in Deutschland.

ID1: Android-Smartphone mit erfrischend anderem Bedienkonzept

ID1 | (c) ID2ME

Das ID1 vom dänischen Hersteller ID2ME ist ein Android-Smartphone mit erfrischend anderem Bedienkonzept: Nutzer müssen bei diesem Gerät nicht ihren Finger bis zur App auf dem Display hinführen, sondern können die Anwendungen über Wischgesten auf dem unteren Bildschirmbereich öffnen. Dadurch lässt sich das 5 Zoll große Smartphone mehr als andere einhändig bedienen. Nach dem Release im Heimatmarkt des Herstellers ist das Gerät ab dem morgigen Donnerstag auch in Deutschland erhältlich: für 399 Euro über den Online-Shop von ID2ME.

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Die Hardware des ID1 ist wenig aufregend: Das mit Android 5.1 Lollipop laufende Dual-SIM-Smartphone wird über einen 5 Zoll großen Full-HD-Touchscreen bedient und von einem 1,7 GHz leistenden Octa-Core-Prozessor von Mediatek mit Anbindung an 2 GB RAM angetrieben. Den genauen Prozessortyp konnte uns der Hersteller auf dem Launch-Event gestern Abend in Hamburg nicht nennen. Angesichts der Mali-T760-GPU gehen wir von dem für leistungsfähigere Mittelklasse-Smartphones entwickelten, 64-Bit-fähigen MTK6752 aus. Der interne Speicherplatz des ID1 ist auf 16 GB bemessen und kann per microSD-Karte um bis zu 64 GB erweitert werden – dann ist jedoch nur noch Platz für eine Nano-SIM-Karte im Gerät.

ID1: Android-Smartphone mit ganz eigenem Bedienkonzept | (c) Areamobile

ID1: Navigiert wird über horizontale und vertikale Ziehbewegungen auf der unteren Display-Hälfte | (c) Areamobile

Der 2.500 mAh starke Lithium-Ionen-Akku ist fest im Gerät verschraubt und lässt sich daher nicht so einfach selbst wechseln. Angaben zur Akkulaufzeit machte der Hersteller gestern nicht. Weitere Features des Smartphones sind eine 13-Megapixel-Kamera mit Touch-Autofokus und Sony-Bildsensor, eine 5-Megapixel-Selfie-Kamera sowie Datenschnittstellen wie Micro-USB 2.0, Bluetooth 4.0, NFC, GPS und Glonass, WLAN ac mit Wifi Direct fürs Medienstreaming sowie UMTS mit HSPA+ und LTE Cat-4 für mobile Datenübertragungen mit bis zu 150 MBit/s im Downstream.

Die Software: Zugriff auf alle Apps mit einer Hand

Kompatibel mit der Software sein – das war nach Aussage der Macher die Hauptanforderung an die Hardware des ID1. Anders als das chinesische Unternehmen OnePlus wollen die Dänen nicht mit Highend-Specs zum Kampfpreis um Kunden buhlen. Im Fokus des Herstellers aus Kopenhagen liegt ganz klar das von ihm entwickelte Bedienkonzept. Der standardmäßig aktivierte Launcher ermöglicht die Einhandbedienung des Smartphones, weil alle Apps über Wischgesten auf der unteren Bildschirmhälfte erreicht werden können: Der Finger muss dabei nicht auf einem App-Icon abgelegt werden, sondern wird quasi aus der Distanz angescrollt.

Seitliches Ziehen des Fingers über das Display öffnet nacheinander mehrere App-Bereiche, die nach Anwendungsbereichen wie "Socialize", "Create", "Tools", "Media" oder "Favorites" – ID2ME spricht von "Kategorien" – zusammengestellt sind. Durch senkrechtes Ziehen des Fingers über das Display blättern die Anwender durch die Apps in der jeweiligen Kategorie. Während der Wischgesten bekommen die Nutzer zur genaueren Steuerung gleich Vibrations-Feedback. Bleibt der Touchscreen unberührt, zeigt das entsperrte Display nur das Hintergrundbild mit Uhrzeit und Datum sowie der oberen Statusleiste mit dem ausklappbaren Notifications-Menü an.

ID1: Android-Smartphone mit ganz eigenem Bedienkonzept | (c) Areamobile

Kategorie ansteuern

ID1: Android-Smartphone mit ganz eigenem Bedienkonzept | (c) Areamobile

App auswählen

ID1: Android-Smartphone mit ganz eigenem Bedienkonzept | (c) Areamobile

Alle Apps

 

Der App-Drawer – auf dem ID1 heißt dieser "App-Bibliothek" – kann durch eine Wischgeste vom linken Bildschirmrand eingeblendet werden. Neue Benachrichtigungen von den fünf Apps Telefon, SMS, Facebook, Instagram und Snapchat – weitere sollen bald folgen – lassen sich zusätzlich zu den regulären Android-Notifications am oberen Bildschirmrand als Chathead-artige Kreissymbole mit Hinweis auf die Anzahl der Benachrichtigungen mitten auf dem Homescreen einblenden.

ID1: Android-Smartphone mit ganz eigenem Bedienkonzept | (c) Areamobile

Kategorien verändern

ID1: Android-Smartphone mit ganz eigenem Bedienkonzept | (c) Areamobile

App-Auswahl in Kategorie verändern

ID1: Android-Smartphone mit ganz eigenem Bedienkonzept | (c) Areamobile

Vibrations-Feedback anpassen

 

Das Scrollen über horizontale und vertikale Ziehbewegungen an anderer Stelle erfordert eine gewisse Eingewöhnungszeit, damit es in Fleisch und Blut übergeht. Das war auch bei dem Flow-Bedienkonzept von Blackberry 10 OS nicht anders. Nützlich ist, dass Anwender des ID1 die Vibrationsstärke für die "Treffer" beim Ziehen anpassen können. Auch sind Anordnung der App-Bereiche und ihre App-Auswahl von den Nutzern veränderbar. Wem das alles nichts zusagt, kann sich aus dem Google Play Store einen ganz anderen Android-Launcher auf das ID1 mit gewöhnlicherem Aufbau herunterladen.

Das im chinesischen Shenzhen gefertigte ID1 ist nur in Schwarz erhältlich, es gibt aber verschiedenartige Wechselcover. Unser Testgerät hat eine glatte, schwarze Rückschale aus Kunststoff, die sich ganz einfach von der zugeschraubten Display- und Prozessor-Einheit abpulen lässt. Im Lieferkarton liegt eine rote Wechselschale mit griffigerer Oberfläche bei. Später will ID2ME auch Wechselschalen aus Metall anbieten. Weitere Beigaben zum Smartphone sind kabelgebundene Kopfhörer, ein USB-Kabel, ein Ladegerät und eine Bedienungsanleitung.

ID1: Android-Smartphone mit ganz eigenem Bedienkonzept | (c) Areamobile

Die abnehmbare Rückseite des ID1 | (c) Areamobile

Vorbestellung des ID1 ab morgen möglich

Vorbestellungen des ID1 im deutschen Web-Store nimmt ID2ME ab Donnerstag, dem 17. März 2016, um 12 Uhr entgegen. Bezahlt wird per Kreditkarte. Drei Wochen später sollen bestellte Geräte an die Käufer ausgeliefert werden. Die erste verfügbare Charge des ID1 ist laut Hersteller auf um die 1.000 Geräte begrenzt. Nachschub kommt erst im Sommer dieses Jahres. Für Reparaturen und andere Serviceleistungen arbeitet ID2ME in Deutschland mit Dat zusammen. Für weitere Entwicklungen und Features wollen die Dänen eine offene Community pflegen.

Keine hohe Priorität schreibt ID2ME offenbar Updates zu – zumindest wenn es um eine aktuelle Betriebssystemversion und um Sicherheits-Patches geht. Zwar soll es laut Hersteller alle zwei bis drei Monate Software-Updates für das ID1 geben. Damit würde ID2ME sich aber Zeit lassen, die monatlich von Google veröffentlichten Sicherheits-Patches aufs ID1 zu bringen – kein gutes Signal angesichts der anhaltenden Stagefright-Baustelle im Android-Betriebssystem. Pläne für ein Marshmallow-Update für das ID1 hegt der Hersteller nach eigenen Angaben bislang nicht.

Mehr zum Thema: Android-Smartphone, Smartphone, Neuvorstellung

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Kommentare
  1. 16.03.16 09:13 handyhacho (Expert Handy Profi)
    Dann lieber ein Icom ID-1

    http://www.icomamerica.com/en/products/amateur/dstar/id1/default.aspx

    Das kann was!

  2. 16.03.16 09:08 ollimi (Advanced Member)

    Nix besonders, solche Swipe Launcher(wie SwipePad, Circle Launcher, etc.) gibt's im Playstore zu Hauf. Nutze ich schon ewig auf Tablet und OP2

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