Der Mobilfunkprovider The Phone House, eine Tochtergesellschaft der britischen Carphone Warehouse Group, konnte seinen Bestand an Neukunden im Vergleich zum Vorjahr um 56 Prozent steigern und damit einen Marktanteil bei Neuverträgen von fünf Prozent erreichen. Dabei stieg die Zahl der Gesamtkunden bei The Phone House auf 913.000 Teilnehmer, und ist damit nach eigenen Angaben der viertgrößte Mobilfunkprovider in Deutschland.
Auch beim Umsatz konnte das Unternehmen deutlich zulegen, die Steigerung betrug im Vergleich zum Vorjahr knapp 28 Prozent und erhöhte die Einnahmen auf 464 Millionen Euro. Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg auf 22,9 Millionen Euro. Grund für das starke Wachstum sind vor allem Synergien bei der Zusammenführung von Hutchison Telecom mit The Phone House im Jahr 2003. Der Vorsitzende der Geschäftsführung, Ralf-Peter Simon, äußerte sich positiv auf die Initiativen des Wettberwerbs und verwies damit auf die neuen Tarife Simyo und Simply. Er betonte, dass auch die Angebote von The Phone House die Kundenwünsche nach Einfachheit und Transparenz bedienen.
Das Vorgehen von E-Plus bei der Vermarktung von Simyo stößt bei Simon allerdings auf Kritik: "E-Plus hat den Service Providern bisher noch nicht die selben Einkaufskonditionen zur Verfügung gestellt wie seiner Tochtergesellschaft SimYo". Diese Ungleichbehandlung seitens des Netzbetreibers sei nicht nachzuvollziehen. E-Plus sei bisher sehr gut mit den Providern gefahren und schließe mit dieser Verzögerungstaktik über 30 Prozent seiner Vermarktungskanäle aus. Ein Nachteil von Simyo sei ebenfalls, dass das Produkt nur über das Internet vertrieben werde und den stationären Handel außen vor lasse. "Wir beobachten die Entwicklung sehr genau", so Simon weiter. "Der Markt bietet Spielraum für weitere kreative Tarifangebote. Diese wollen wir auch bald unseren Fachhandelspartnern anbieten. Endkunden und Fachhandel dürfen sich also freuen."
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.