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Autor: Stefan Schomberg 25.03.2016 - 17:00 | 4

Tablet-Wahl: Wer das Surface Pro 4 kaufen sollte

Ist das noch ein Tablet oder schon ein richtiger PC? Genau diese Frage stellt sich, wenn man die technischen Daten des Windows-Gerätes durchgeht: Intel-Core-i-Chipsatz, bis zu 16 GB RAM, bis zu 1 TB Speicher mittels SSD und natürlich echtes Windows 10 – da wird so mancher Laptop- oder Desktop-PC-Nutzer neidisch. Ob das Tablet von Microsoft den alten Rechner ersetzen kann, klären wir hier.

Tablet-Wahl: Wer das Surface Pro 4 kaufen sollte

Microsoft Surface Pro 4 | (c) Areamobile

Tablets sind toll als Unterhaltungsgerät auf dem heimischen Sofa, aber fürs mobile Arbeiten ungeeignet? Falsch - das war einmal so. Inzwischen gibt es längst gute Hardware-Tastaturen für Tablets, auf denen sich bequem unterwegs auch längere Texte schreiben lassen. Sogar Computer-Mäuse lassen sich anschließen, wenn man lieber mit so einem Zeigeinstrument statt per Finger auf dem Touchscreen navigieren will. Und die Geschwindigkeit der Flachbretter ist ebenfalls kein zwingendes Ausschlusskriterium mehr. Nur für anfordernde Augaben wie etwa CAD-Programme oder hochauflösenden Videoschnitt nimmt man besser den stationären Rechner auf dem Schreibtisch.

Microsoft Surface pro 4 Unboxing | (c) Areamobile

PC im Tablet-Look | (c) Areamobile

Microsoft Surface pro 4 Unboxing | (c) Areamobile

Schickes Design | (c) Areamobile

 

Oder das Microsoft Surface Pro 4. Denn das Hybrid-Tablet von Microsoft kommt mit PC-Hardware und vollem Windows 10 - wow! Mit seinem Design und der Verarbeitung muss sich das Windows-Tablet nicht verstecken: Das Gehäuse aus einer Magnesiumlegierung wirkt hochwertig und stabil, zudem zieht es Fettfinger nicht so wie glatte Oberflächen an. Dass in dem nur 8,5 Millimeter dünnen und trotz hervorragendem 12,3 Zoll großem Display nur knapp 790 Gramm wiegenden Gerät tatsächlich PC-Technik steckt, lässt sich an einem schmalen Schlitz erkennen, der sich rund um das Gehäuse zieht. Hier entsorgt bei Bedarf ein selten aktiver und wenn, dann nur dezent hörbarer Lüfter für den Abtransport warmer Luft.

Zubehör für jede Gelegenheit

Praktisch am Microsoft Surface Pro 4 ist der ausklappbare Standfuß, mit dem sich das Tablet in freien Winkeln positionieren lässt. Je nach Anwendung klappt das etwa bei Videos schön flach oder zum Schreiben wie bei einem Laptop ziemlich aufrecht. Apropos Schreiben: Um die Produktivität zu erhöhen, gibt es optional eine Type Cover genannte Hardware-Tastatur. Die kostet stolze 146 Euro, dafür bietet sie aber auch gut dimensionierte Tasten mit Beleuchtung, Touchpad, magnetische Befestigung am Tablet und Schutz für unterwegs, indem man Tastatur und Recheneinheit samt Display zusammenklappt. Als weiteres Eingabemedium stellt Microsoft gegen Aufpreis (55 Euro) darüber hinaus den sogenannten Surface-Stift zur Verfügung. Er wird von einer kleinen Baterie betrieben und kann bis zu 1.024 Druckstufen unterscheiden. In unserem Test zeigte er allerdings eine ärgerliche Latenz beim Zeichnen und Schreiben, Apple macht das beim iPad Pro mit Pencil besser. Ebenfalls praktisch: Das rund 170 Euro teure Surface Dock mit weiteren Peripherie-Anschlüssen für das Surface Pro 4.

Microsoft Surface pro 4 Unboxing | (c) Areamobile

Microsoft Surface Pen

Microsoft Surface pro 4 Unboxing | (c) Areamobile

Integrierter Standfuß

Microsoft Surface pro 4 Unboxing | (c) Areamobile

Type Cover | (c) Areamobile

 

Die Hardware des Surface Pro 4: Power wie ein Laptop

In der größten derzeit in Deutschland verfügbaren Konfiguration des Surface Pro 4 arbeitet ein Core-i7-Chip von Intel, zudem greift das Gerät dann auf satte 16 GB RAM und 512 GB internen Speicher als SSD zu - hier können viele PCs nicht mithalten. In den USA ist sogar eine Version mit 1 TB Speicherplatz im Angebot. Zudem schluckt das Gerät Speicherkarten und über einen vollwertigen USB-3.0-Anschluss lässt sich auf Wunsch auch ein USB-Stick oder eine externe Festplatte anschließen. Außerdem verfügt das Gerät über zwei Kameras mit Auflösungen von 5 Megapixel (vorne) bzw. 8 Megapixel. Deren Qualität ist an die zu erwartenden Einsatzzwecke angepasst: Für Videochats und Schnappschüsse reicht es, für alles andere braucht man bessere Knipsen. Die beiden Lautsprecher des Arbeits-Tablets sind laut und klingen gut. So kann man zur Not auch mal einen Film schauen, ohne gleich den Faden zu verlieren, nur weil man kurz nicht auf das Display schaut.

Microsoft Surface pro 4 Unboxing | (c) Areamobile

Volles Windows 10

Microsoft Surface pro 4 Unboxing | (c) Areamobile

Mit Solitaire ist das Surface unterfordert | (c) Areamobile

 

Selbst die kleinste Version des Microsoft Surface Pro 4 mit Core-m3, 4 GB RAM und 128 GB SSD ist schon problemlos für Office-Aufgaben geeignet, die Variante mit Core i5 hat sich in unserem Test schon als bärenstark erwiesen. In dieser Konfiguration sind auch schon normal anfordernde 3D-Spiele spielbar, allerdings muss man da dann die Grafikeinstellungen runterschrauben.

Nachteil: Surface Pro 4 nicht für Hard-Core-Zocker geeignet

Womit wir bei den Nachteilen angelangt sind: Einen vollwertigen Ersatz für einen richtigen Desktop-Spielerechner ist das Surface Pro 4 nicht, auch nicht in der größten Konfiguration. Denn hier fehlt es an einer dedizierten Grafikkarte, stattdessen übernimmt die Darstellung von Inhalten eine Onboard-Grafikeinheit wie in Smartphones - wenn auch ungleich stärker. Highend-Titel lassen sich damit trotzdem nicht spielen, dafür reicht die Kraft dann einfach nicht mehr aus.

Ein anderer Nachteil des Surface Pro 4 ist der hohe Preis. Natürlich mag der wegen des Formfaktors gerechtfertigt sein, dennoch ist das Microsoft-Gerät damit im Vergleich zu einem Laptop gleicher Leistung oder gar einem viel stärkeren Desktop-PC deutlich teurer. Die günstigste Version des Geräts kostet schon 949 Euro, die teuerste liegt aktuell bei satten 2.299,99 Euro (jeweils UVP des Herstellers). Für knapp 1.000 Euro bekommt man schon einen sehr ordentlichen Spiele-PC, für 2.300 Euro entweder einen ziemlichen Highend-Rechner oder gleich noch einen Beamer samt Leinwand dazu. Oder eben einen hammerharten Gaming-Laptop, der ist dann sogar noch halbwegs mobil.

Fazit: Diese Nutzer werden mit dem Microsoft-Tablet froh

Das Microsoft Surface Pro 4 ist sicherlich nicht für jeden geeignet - allein schon wegen des Preises. Das Gerät richtet sich wohl wesentlich an zwei Nutzergruppen: Profis, die beruflich unterwegs ein Touchscreen-Gerät mit echtem Windows und viel Power brauchen, auf dem sie zusätzlich aber auch gut tippen und sogar zeichnen können. Und an Privatanwender, die keinen sperrigen Desktop-Rechner mehr haben wollen und denen sogar ein Laptop schon zu schwer ist. Hier dürfte dann der Preis durchaus ein Hindernisgrund sein, zumal dann auch noch einmal Tastatur und Dock empfehlenswert sind und den Preis weiter hochtreiben. Leistungsmäßig ist das Microsoft Surface Pro 4 jedenfalls top: Die Power reicht für alles außer Highend-Gaming.

Mehr zum Thema: Dual-Core, Tablet, Windows 10

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Kommentare
  1. 29.03.16 13:39 chief (Advanced Handy Master)

    @AM

    Was ist den nun?

  2. 26.03.16 17:05 Huxman (Youngster)
    Ich liebe es.

    Für Leute wie @Pikachus ist das Surface sicherlich nicht gedacht. Aber für Leute wie mir die viel Beruflich und Privat rumreisen, die dabei ein richtiges OS brauchen (also kein Android Tablet oder IPad), für die ist es Perfekt. Teuer aber leider Geil!

  3. 26.03.16 14:04 Pikachus (Handy Profi)

    Wer kauft sich do nen Unsinn für soviel Kohle?
    Für normale arbeiten im Büro reicht doch en i3 mit 4GB Ram und Onboard Grfaik. Zum.zocken und für Videoschnitt fehlt doch eh die dediziertr Grafikkarte o.O ich meine ich sitze im Büro auch mit Rechner dir hanen grad mal 2 GHZ und Windows 7 zum arbeiten reicht des und wenn ich von der Arbeit heimkomme wird am HighEnd Rechmer gezockt fertig das Ding is Tüll und gehört in den Müll.

  4. 25.03.16 20:27 chief (Advanced Handy Master)

    @AM
    "Als weiteres Eingabemedium stellt Microsoft gegen Aufpreis (55 Euro) darüber hinaus den sogenannten Surface-Stift zur Verfügung"

    Falsch! Beim Surface Pro und Surface Book liegt dieser Stift mit im Karton.

    Bitte korrigieren.

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