Seitdem sich abzeichnet, dass Mobiltelefonie in Flugzeugen bald erlaubt werden könnte - beispielsweise stellte der schwedische Mobilfunkausrüster Ericsson letzte Woche ein entsprechendes GSM-System für Flugzeuge in Aussicht - wächst das Lager der Kritiker. Neben der Vereinigung des Flugpersonals waren es zuerst "nur" einige Astronomen, die befürchteten, dass Funksignale aus dem All durch die Handy-Nutzung gestört werden könnten. Mit ihrer Kritik riefen sie ein bislang fast unbemerktes Medienecho hervor.
Nun haben Medienberichten zufolge die Forscher durch die US-Bundespolizei FBI und das für Terrorismusbekämpfung zuständige Heimatschutzministerium einflussreiche Unterstützung erhalten, so dass eine endgültige Regelung wieder völlig offen ist. Zwar ist das Telefonieren im Flugzeug technisch mittlerweile kein Problem, doch sorgen sich die US-Behörden um die Sicherheit von Mannschaft und Fluggästen. Zu leicht könnten Terroristen mit ihren Mobiltelefonen einen Anschlag oder eine Entführung mit Hilfe von Handys an Bord koordinieren. Außerdem befürchten die Sicherheitsbehörden, Terroristen könnten Handys zum Fernzünden einer Bombe benutzen. Berücksichtigt man den internationalen Einfluss der US-amerikanischen Sicherheitsbehörden, muss unter Umständen mit einem Scheitern der Pläne zur Mobiltelefonie in Flugzeugen gerechnet werden.
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