Autor:
Björn Brodersen
| (7)

Telekom führt Spotify-Drossel im Mobilfunknetz ein

Das Musik-Streaming von Spotify ist frei von Daten- und Bandbreiten-Begrenzung: Diese Regel für Mobilfunkkunden der Telekom mit der Music-Streaming-Option gilt nicht mehr lange. Zum 28. April führt die Telekom die Spotify-Drossel im Mobilfunknetz ein.

Telekom führt Spotify-Drossel im Mobilfunknetz ein

Musik-Streaming per Spotify | (c) Telekom

Mobilfunkkunden der Telekom mit der kostenflichtigen Zubuchoption Music Streaming können ab Ende April den Musik-Streaming-Dienst Spotify nicht mehr unbegrenzt online zum Pauschalpreis nutzen: Sobald sie den in ihrem Mobilfunktarif monatlich zur Verfügung stehenden Highspeed-Traffic allgemein durch Online-Dienste verbraucht haben, wird die Telekom die Bandbreite vorübergehend auf GPRS-ähnliches Niveau drosseln. Das kündigt die Telekom in ihrem Blog, in Anschreiben an betroffene Kunden sowie auf der Website in der Fußnote zur Tarifoption an. Die neue Regelung tritt zum 28. April 2016 in Kraft. Das monatliche Kontingent für schnelleren Datenübertragungen in den Telekom-Tarifen mit Music-Streaming-Option werde wie gehabt nicht durch die Spotify-Nutzung verringert.

Music-Streaming- bzw. Spotify-Option der Telekom | (c) Telekom

Music-Streaming- bzw. Spotify-Option der Telekom | (c) Telekom

Wer dann nach Verbrauch des Datenvolumenkontingents für schnellere Übertragungen noch ohne mehrtägige Unterbrechung weiter Musik aus dem Spotify-Katalog über das Mobilfunknetz auf das Smartphone oder Tablet gestreamt bekommen möchte, muss per SpeedOn-Opion Zusatz-Traffic nachbuchen. Alternativ können Mobilfunkkunden der Telekom mit Music-Streaming-Option für den Fall der Fälle Offline-Playlists oder -Alben anlegen oder auf die Datenübertragung in einem WLAN ausweichen.

Die Telekom hatte die Spotify-Tarifoption im Oktober 2012 eingeführt. Allerdings belastete zunächst das Musik-Streaming doch in geringem Maße die Datentarife der Nutzer (wir berichteten).

Mehr zum Thema: iPad, iPhone, Android-Smartphone, App, Daten-Flatrate, Mobilfunkbetreiber, Smartphone, Tablet, Android-Apps, iPad Mini, Android-Tablet, Apple-Smartphones, Apple-Tablets, Streaming

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Kommentare
  1. 31.03.16 09:12 pixelflicker (GURU)

    Netzneutralität? Der Telekom gehts sicher um vieles, aber Netzneutralität ist denen nun wirklich noch nicht am Herzen gelegen. Die waren doch die Ersten, die sie abschaffen wollten und es seit Jahren immer wieder versuchen. Auch mit extremer Lobbyarbeit.

    Entweder ich zahle dafür extra oder eben nicht. So sehe ich das.
    Ginge es um Netzneutralität, müsste das ganze Paket abgeschafft werden.

  2. 29.03.16 18:23 chief (Advanced Handy Master)

    @Applenerd

    Netzneutralität ist das passende Stichwort, dass wollte ich auch aufgreifen. Ich stimme Oliver (von Mobiflip) zu. Entweder die Telekom behandelt Spotify besonders, bitte auch nachdem man sein Datenvolumen bei Filme schauen auf Youpron ähh Youtube ausgereizt hat oder nicht.

    Aber das Spotify nicht gedrosselt wird, wenn man noch Volumen hat und wenn man keins mehr hat wird es auch gedrosselt, geht nicht.

  3. 29.03.16 15:19 Applenerd (Advanced Member)

    Es geht nicht um Datenschutz, sondern um Netzneutralität. Allerdings sollte eigentlich gar keine Spotify-Flat möglich sein.

    Die wirkliche Frechheit ist doch, dass wir hier in DE mit so lausigen Tarifen mit nur einigen GB abgespeist werden.

  4. 29.03.16 14:39 N73Willi (Handy Profi)

    So sieht es aus Pixelflicker...

    @YoungGn
    Deinen Punkt kann ich auch nicht nachvollziehen... Macht auch keinen Sinn, wie Pixelflicker schon sagte, ist dieser Datendurchsatz auf bestimmte Server beschränkt... das hat nichts mit Datenschutz zutun...Zumal sie ja daran nichts ändern werden, es geht lediglich darum noch mehr Geld zu machen, in dem man irgendwelche Knebelkonditionen einführt...

  5. 29.03.16 13:36 pixelflicker (GURU)

    Warum Datenschutz? Wo ist das Problem? Man weiß doch welche Server Spotify nutzt und kann die durchlassen?

  6. 29.03.16 13:04 YounGn

    @N73Willi
    Nein, denen ging es um den Datenschutz. Macht sich vielleicht keiner Gedanken drum, aber wie ermöglicht man das wohl, dass NUR der Spotify Dienst (von den MB) gefiltert wird? ;)

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