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Autor: Tobias Czullay 08.04.2016 - 17:49 | 0

Alte Garde: Das kosten Galaxy S6, LG G4, HTC One M9 und Huawei P8 heute

Die neuen Highend-Smartphones der großen Hersteller stehen vor der Tür oder sind sogar schon erhältlich. Wie erwartet sind die Neuankömmlinge aber auch reichlich teuer geraten. Wer den Griff zum Vorgänger nicht scheut, der kann mit LG G4, HTC One M9, Galaxy S6 oder Huawei P8 bares Geld sparen – wir geben einen Überblick über die aktuellen Preise.

Alte Garde: Das kosten Galaxy S6, LG G4, HTC One M9 und Huawei P8 heute

Flaggschiff-Smartphones von 2015 | (c) Hersteller / Areamobile

Samsung hat als erster großer Hersteller in diesem Jahr neue Vorzeige-Androiden in den Handel gebracht. Huawei und LG folgen bereits in der kommenden Woche, HTC und Sony voraussichtlich im Mai. Auch wenn die Smartphones teilweise mit sehr unterschiedlicher Technik und anderen Feature-Schwerpunkten aufwarten, haben sie doch eines gemeinsam: Sie sind zum Verkaufsstart reichlich teuer. Für das Galaxy S7 hat Samsung eine UVP von 699 Euro aufgerufen, das Galaxy S7 Edge kostet nach Herstellerangabe gleich stolze 799 Euro. Auch das LG G5 kostet anfangs 699 Euro und HTC dürfte sein noch nicht vorgestelltes Flaggschiff HTC 10 ebenfalls zwischen 699 Euro und 799 Euro ansiedeln. Etwas günstiger sind da das Huawei P9 mit 569 Euro sowie das Sony Xperia X mit 599 Euro - sie sind aber auch technisch etwas schwächer aufgestellt.

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Angesichts dieser hohen Anschaffungskosten kann der Blick auf eines der Vorgängermodelle durchaus lohnen, die vor oder nach dem Erscheinen eines aktuelleren Top-Smartphones für gewöhnlich deutlich günstiger, dabei aber nicht unbedingt sehr viel schlechter sind. Im Folgenden geben wir daher einen Überblick über die Flaggschiff-Androiden aus dem Jahr 2015 und ihre Preise und gehen der Frage nach, warum sie jetzt noch gekauft oder nicht mehr gekauft werden sollten.

Samsung Galaxy S6, Galaxy S6 Edge und Galaxy S6 Edge Plus

Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge sind seit einem Monat erhältlich, die Preise noch entsprechend nah an den Herstellerempfehlungen. Den direkten Vorgänger hat der Hersteller gleich in drei verschiedenen Ausführungen angeboten: Als Galaxy S6 mit 5,1 Zoll großem, flachem QHD-Display, als Galaxy S6 Edge in gleicher Größe und Ausstattung, allerdings mit leicht gebogenem Bildschirm und als Phablet-Modell Galaxy S6 Edge Plus mit geschwungenem 5,7-Zoll-Display und etwas größerem Arbeitsspeicher. Sie alle sehen den neuen Modellen recht ähnlich, das Design hat Samsung hier nur ein wenig verfeinert. Leistungsstark sind die älteren Galaxy-Smartphones aber auch heute noch und nach dem Update auf Android 6.0 Marshmallow auch auf dem neuesten Software-Stand, dafür fehlen ihnen der mit dem Galaxy S7 wieder eingeführte microSD-Slot und der Wasserschutz. Die Kameras der Vorgänger sind zumindest bei Tageslicht nicht schlechter als beim neuen Flaggschiff-Duo, die auch hier drahtlos ladbaren Akkus dafür etwas kurzlebiger.

Das Galaxy S6 mit 32 GB nicht erweiterbarem Festspeicher ist aktuell ab 440 Euro bei Amazon zu haben, das 64-GB-Modell schlägt bei Comtech mit 519 Euro zu Buche. Zum ähnlichen Preis gibt es das Galaxy S6 Edge mit 32 GB Speicher bei Alternate und Cyberport, für 64 GB Festspeicher werden bei Notebooksbilliger mindestens 589 Euro fällig. Das Galaxy S6 Edge Plus mit 32 GB Speicherplatz gibt es bei Alternate zum derzeit besten Preis von 589 Euro - und ist damit immerhin 200 Euro günstiger als das Galaxy S7 Edge -, die Anschaffung des nur vereinzelt erhältlichen 64-GB-Modells lohnt bei einem Mindestpreis von 699 Euro bei Redcoon hingegen heute kaum noch.

Warum jetzt noch ein Galaxy S6 kaufen: leistungsstark, sehr gute Kamera, aktueller Software-Stand, hochwertiges Gehäuse

Warum das Galaxy S6 nicht mehr kaufen: kein microSD-Slot, kein Wasserschutz, schwächerer Akku

LG G4

Das LG G5 gibt es vereinzelt schon jetzt zu kaufen, der offizielle Marktstart erfolgt allerdings erst in der kommenden Woche. Das G5 liefert gegenüber dem G4 aus dem Vorjahr einen leistungsstärkeren Chipsatz und eine verbesserte Kamera mit zusätzlichem Weitwinkelobjektiv und ein grundlegend neues Äußeres. Kommt das G4 noch wahlweise mit Kunststoff- oder Lederrücken daher, da setzen die Koreaner neuerdings auf einen Metall-Unibody. Das Besondere: Der Akku lässt sich trotzdem austauschen und in den dafür vorgesehenen Schacht können Erweiterungsmodule eingesetzt werden. Außerdem ist das G5 etwas handlicher als sein Vorgänger und bietet einen Fingerabdrucksensor sowie eine insgesamt etwas massentauglichere neue Anordnung der Hardware-Tasten.

Das LG G4 mit Lederrückseite ist derzeit bei zahlreichen Händlern, darunter Cyberport und Notebooksbilliger zum Preis von nur 349 Euro zu haben. Das einst für 699 Euro angebotene Smartphone hat damit seit seinem Marktstart von knapp einem Jahr einen drastischen Preisverfall durchlebt.

Warum jetzt noch ein G4 kaufen: ansprechendes Design, sehr gute Kamera, gute Leistung, aktueller Software-Stand

Warum das LG G4 nicht mehr kaufen: keine Erweiterungsmodule, G5 mit stärkerem Prozessor

HTC One M9

Dem One M9 blieb der Verkaufserfolg vergönnt, dabei ist HTCs Flaggschiff aus dem Vorjahr keineswegs ein schlechtes Smartphone. Schuld daran mag nicht zuletzt der mit 749 Euro deutlich zu hoch gegriffene Preis gewesen sein, den das äußerlich kaum vom One M8 zu unterscheidende Gerät bei seiner Markteinführung kostete und der sich zu allem Überfluss über Monate hielt. Wie teuer der in der kommenden Woche offiziell präsentierte Nachfolger, das mutmaßliche HTC 10, sein wird ist zwar noch nicht bekannt, dafür aber ein Großteil der Eckdaten. Mit dem Snapdragon 820 deutet sich der Einsatz eines weniger problembehafteten Motors an, außerdem sollen zeitgemäß ein Fingerabdrucksensor sowie ein mit QHD auflösendes Display verbaut sein. Letztere Features kann das One M9 nicht bieten, auch kann die Kamera nicht mit der Konkurrenz mithalten.

Das HTC One M9 ist im Online-Handel für Preise ab 410 Euro zu haben, beispielsweise bei Cyberport oder Notebooksbilliger. Damit ist es aktuell günstiger als die bald in den Handel startende Prime Camera Edition des Smartphones, die mit abgespeckter Hardware daherkommt.

Warum jetzt noch das HTC One M9 kaufen: schickes Design und hochwertiges Gehäuse, gute Leistung, aktueller Software-Stand

Warum das HTC One M9 nicht mehr kaufen: heißlaufender Snapdragon 810, nur durchschnittliche Kamera, schwache Akku-Laufzeit

Huawei P8

Gerade hat Huawei das P9 präsentiert, das es bereits ab der kommenden Woche auch in Deutschland zu kaufen geben wird. Gegenüber dem Vorjahresmodell P8 hat das neue Flaggschiff natürlich einen leistungsstärkeren Prozessor spendiert bekommen, wesentlich überarbeitet haben die Chinesen allerdings die Kamera: Sie wurde mit Kamera-Urgestein Leica entwickelt und setzt sich aus zwei Linsen und Sensoren zusammen und wurde um einen Laserfokus bereichert. Weiter findet ein Fingerabdrucksensor Einzug in die P-Serie, beim P8 ist der noch nicht anzutreffen. Bei Design, Material und Verarbeitungsqualität sind beide Smartphones auf hohem Niveau. Das im Mai erscheinende, 699 Euro teure P9 Plus führt zusätzlich ein größeres, drucksensibles Press-Touch-Display, einen Infrarotport, Stereo-Lautsprecher sowie mehr Speicher, ist davon abgesehen aber weitestgehend identisch zum P9.

Das Huawei P8 kam bereits günstigster in den Handel als die Flaggschiffe anderer Hersteller und auch heute ist es noch preiswerter als Galaxy S7 & Co. Bei Notebooksbilliger, Comtech oder Alternate werden aktuell rund 315 Euro für das P8 aufgerufen. Die schwächer ausgestattete Lite-Version kostet knapp die Hälfte dieses Preises, bei Media Markt, Saturn und Redcoon derzeit nur 169 Euro.

Warum jetzt noch das Huawei P8 kaufen: gute Leistung, hochwertiges Gehäuse

Warum das Huawei P8 nicht mehr kaufen: P9 mit besserer Kamera und Fingerabdrucksensor, Akku beim P8 nur durchschnittlich.

Sony Xperia Z5

Die Z-Serie hat Sony mit dem Launch des Xperia X auf dem Mobile World Congress offiziell begraben, das aktuelle Xperia Z5 und deren zwei Ableger Xperia Z5 Compact und Xperia Z5 Premium werden aber natürlich auch weiterhin verkauft. Ein waschechtes Highend-Smartphone will das voraussichtlich im Mai oder Juni erscheinende Xperia X allerdings nicht sein, vielmehr ein schickes und hochwertiges Design-Handy mit Technik aus der gehobenen Mittelklasse. Gegenüber dem Xperia Z5 unterscheidet sich das X-Modell durch einen etwas kleineren, 5 Zoll großen Full-HD-Bildschirm sowie die verbesserte Kamera, ein Fingerabdrucksensor ist ebenfalls wieder mit an Bord. Auch ein Materialwechsel kündigt sich an, statt Glas kommt nun Metall auf der Rückseite zum Einsatz.

Das Xperia Z5 mit 5,2-Zoll-Display kostet aktuell mindestens 519 Euro bei Notebooksbilliger und hat damit seit seinem Erscheinen im Oktober gegenüber der UVP fast 200 Euro eingebüßt. Das Xperia Z5 Compact mit 4,6-Zoll-Bildschirm ist bei Alternate, Comtech und Cyberport ab 379 Euro zu haben, das Xperia Z5 Premium mit 4k-Bildschirm kostet ab 655 Euro bei Amazon.

Warum jetzt noch ein Xperia Z5 kaufen: gute Leistung, aktueller Software-Stand, Wasserschutz

Warum das Xperia Z5 nicht mehr kaufen: Xperia X mit schickerem Design, mutmaßlich besserer Kamera und ohne Hitzeprobleme

Fazit

Auch die alte Garde verrichtet im Alltag gute Dienste, gegenüber den neueren Flaggschiffen müssen aber natürlich auch Kompromisse eingegangen werden. Die Galaxy-S6-Modelle haben keinen Speicherkartenslot, das LG G4 keinen Magic Slot, HTC One M9 und Xperia Z5 plagen sich noch immer mit den Hitzeproblemen des Snapdragon 810 herum, und dem Huawei P8 fehlt der praktische Fingerabdrucksensor. Wer mit diesen Abstrichen leben kann, der erhält mitunter zur Hälfte der Anschaffungskosten eines neueren Topmodells ein nach wie vor sehr gutes Smartphone.

Mehr zum Thema: Android-Smartphone, Smartphone, Snapdragon, 2k (QHD), Snapdragon 810, Snapdragon 808, Kirin

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