Foto: MSN-Chat auf dem
MDA III
Vodafone und Microsoft planen einen nahtlosen Austausch von Instant-Messages zwischen PCs und Handys. Ähnlich wie beim OMA-spezifizierten Standard IMPS (Instant Messaging and Presence Services) soll sich auch beim MSN-Äquivalent die Erreichbarkeit eines Nutzers prüfen lassen und der direkte Nachrichtenaustausch mit dem Rechner möglich sein. Die bislang auf vielen Windows-Endgeräten zu findende MSN-Messaging-Lösung erlaubt lediglich das Chatten mit einem Handy-Nutzer, dessen Endgerät aktiv im GPRS-/UMTS-Netz eingewählt ist.
Die neue Lösung wird es darüber hinaus ermöglichen, dass ein Nutzer, der seine Präsenz auf einen Verfügbarstatus gesetzt hat, direkt von einem PC aus angechattet werden kann, ohne vorher online gehen zu müssen. Ob sich die beiden Unternehmen bei der Implementierung an den OMA-Standard halten werden, ist ungewiss und eher unwahrscheinlich; als Folge scheint hier ein weiterer Schattenstandard zu entstehen, der die Interoperabilität zwischen Endgeräten gefährden könnte - man sollte nicht verschweigen, dass Nokia bereits mit dem 6820 vor etwas weniger als zwei Jahren ein Gerät zeigte, dass bereits IMPS-fähig war und letztlich nur die Nichtverfügbarkeit bei Netzbetreibern die Verbreitung dieses Dienstes hierzulande verhindert. Für die beiden Branchenriesen ist das offensichtlich kein Hindernis: Microsoft zählt nach eigenen Angaben 165 Millionen Nutzer seines Messaging-Dienstes, Vodafone hält 155 Millionen Kunden für potenziell interessiert an einer gemeinsamen IM-Lösung. MSN und Vodafone wollen den Messaging-Service noch 2005 in mehreren europäischen Ländern vorstellen. Ermöglicht wird die Technik über die neuen Push-Features, die Microsoft in Windows Mobile 5.0 und seinem neuen Produkt Live Communications Server 2005 vorgestellt hat.
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