Philips plant nach eigenen Angaben die Entwicklung eines Mobiltelefons, welches in der Produktion nicht mehr als 20 Dollar kosten soll. Unter der Bezeichnung "Nexperia Cellular System Solution 5130" ist noch bis Ende des Jahres eine Lösung geplant, welche alle elektronischen Komponenten enhalten soll, die für ein mobiles Engerät notwendig sind, und preislich unter fünf Euro liegt. Das neue Motto "Sense of Simplicity" ist auch bei den Mobiltelefonen Programm: Deren Hersteller werden aus Kostengründen vermutlich monochrome Displays verwenden, schließlich sollen die Geräte auch nur zum Telefonieren und Schreiben von Kurznachrichten genutzt werden; immerhin werden die Ohren mit polyphonen Klingeltönen verwöhnt.
Das Institut Gartner hat vor einem Monat neue Zahlen veröffentlicht, wonach im ersten Quartal 2005 weltweit rund 180,6 Millionen Mobiltelefone verkauft wurden - gegenüber dem Vorjahr liegt das Wachstum bei 17 Prozent. Während noch zu Jahresbeginn über schwächere Absatzzahlen spekuliert wurde, hoben die Analysten ihre Prognose deutlich auf 750 Millionen Endgeräte an. Einige der Geräte des US-Herstellers Hop-on gehören zu den günstigsten Mobiltelefonen weltweit. So wurde bei dem CDMA2000-Phone HOP1905 auf ein Display verzichtet, um die Produktionskosten möglichst gering zu halten und die freie Stelle als Werbefläche zu vermarkten (AreaMobile berichtete).
Die neue Plattform soll in China produziert werden. Mit dem System erhofft sich der Hersteller einen Anstieg der weltweiten Handynutzung. Nach eigenen Berechnungen leben bislang ungefähr 77 Prozent der Weltbevölkerung in Regionen mit einem Mobilfunknetz, allerdings wird es nur von 25 Prozent genutzt. Der Markt hat demnach eine Reichweite von über 3,3 Milliarden potenziellen Kunden und umfasst neben China vor allem Afrika, Indien, Südamerika und Osteuropa. Die ersten Geräten soll bereits im vierten Quartal 2005 erscheinen.
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