Innerhalb eines Jahres hat die EU-Kommission zum wiederholten Male die europäischen Netzbetreiber auf Grund ihrer überhöhten internationalen Roaming-Gebühren verwarnt. Die Preise für Gespräche mit dem Handy im Urlaub sind nach Ansicht der Kommission nach wie vor zu hoch und bieten kaum Transparenz.
Untersuchungen der Kommission ergaben zudem große Differenzen je nach Land und Anbieter. So zahlt ein Bürger Polens, der aus Malta zu Hause anruft, pro Minute mehr als fünf Euro. Ein Lette dagegen muss für ein Telefonat in seine Heimat von Italien aus im günstigsten Fall nur 51 Cent überweisen. Die Kosten für deutsche Handy-Besitzer liegen im Mittelfeld.
Aus diesem Grund droht Brüssel nun erneut mit der Einführung von Preiskontrollen, sollte sich in den nächsten Monaten nichts an dieser Preisstruktur ändern. Außerdem wird die EU im Herbst einen Preisvergleich zu den unterschiedlichen Tarifen ins Internet stellen, um Transparenz für die Verbraucher zu schaffen.
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