Mobiltelefone mit MP3-Funktion sind bereits seit längerer Zeit auf dem Markt. Um die Bedienung erheblich zu vereinfachen, wurden einige Modelle mit zusätzlichen Tasten ausgestattet, die sich in der Regel auf der Vorderseite des Mobiltelefons befinden. Der japanische Hersteller Hitachi hat ausschließlich für den taiwanischen Markt das HTG-630 vorgestellt, welches vermutlich im Lowbudget-Bereich die Musikfrunde begeistern soll.
Ob ihm dies gelingt, sei zunächst dahingestellt. Denn von einem als MP3-Handy beworbenen Gerät sollte in erster Linie genug Speicherplatz zu erwarten sein. Das HTG-630 verfügt intern zwar über 60 MByte, allerdings ist es nicht möglich auch zusätzliche Speicherkarten zu verwenden, daher ist die Kapazität auf kaum mehr als 15 Titel beschränkt. Die Liebhaber der auditiven Unterhaltung werden daher kaum etwas mit dem HTG-630 anfangen können und stattdessen ein Gerät mit Erweiterungsslot in Erwägung ziehen. Die Musiktitel können ausschließlich über ein USB-Kabel übertragen werden, möchte man sich die teilweise recht hohen Kosten für den Download von einem der zahlreichen Dienste aus dem Internet ersparen. Neben der IrDA- und BT-Verbindung fehlt leider auch eine Java-Unterstützung, was den Gebrauch von neueren Spielen praktisch ausschließt.
Das interne CSTN-Display stellt auf 128x160 Pixeln 65.536 Farben dar, extern liegt die Auflösung bei 96x64 Bildpunkten. Es wurde zudem auf eine Kamera verzichtet, wodurch der Preis niedrig gehalten werden soll. Der Akku hält nach Angaben des Herstellers im Standby-Modus rund 160 Stunden, die Gesprächszeit wird mit 180 Minuten angegeben. Doch auch Highend-Geräte, wie etwa das Samsung SGH-E720, welche ebenfalls über die nützlichen Zusatzbuttons in der Gerätefront verfügen und einen großen internen Speicher mit sich bringen, haben nicht immer einen Slot zur Speichererweiterung eingebaut. Gerade bei teuren Produkten ist dies ausgesprochen ärgerlich, da der interne Speicher, auch wenn er wie im Fall vom E720 rund 90 MByte misst, in der Regal nicht für die multimedialen Bedürfnisse des Nutzers ausreicht.
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