Aus der UMTS-Mobilfunktechnologie wurde in der Praxis noch lange nicht alles rausgeholt, was potenziell in ihr steckt. Dank der HSDPA-Technologie kann per Modulationsverfahren im UMTS-Netz theoretisch eine maximale Datenrate von bis zu 14,4 MBit/s erreicht werden. In Österreich ist dieses Verfahren bereits in aller Munde, spätestens seitdem die mobilkom austria angekündigt hat, Ende 2005 oder spätestens Anfang 2006 den UMTS-Downlinkbeschleuniger HSDPA in Betrieb zu nehmen. In Deutschland konnte sich AreaMobile von den Vorzügen dieser Technologie bereits auf der CeBIT 2005 überzeugen. Nun hat nach Vodafone auch T-Mobile angekündigt, in den kommenden Monaten Highspeed UMTS unter realen Bedingungen testen zu wollen. Dazu müssen lediglich die UMTS-Basisstationen mit spezieller HSDPA-Software ausgestattet werden, teilweise wechselt T-Mobile auch Hardware aus.
Zur CeBIT 2006 soll schließlich der Startschuss für die kommerzielle Nutzung von HSDPA gegeben werden – schon im September 2005 sollen die ersten HSDPA-updatefähigen Laptop-Datenkarten erhältlich sein. Damit werden im UMTS-Netz von T-Mobile schon bald Daten mit einer Bandbreite von bis zu 1,8 Megabit pro Sekunde transportiert, was vergleichbar mit dem Tempo von DSL-Anschlüssen wäre. Darüber hinaus bietet HSDPA deutlich geringere Verzögerungszeiten und mehr Benutzer als bisher können gleichzeitig von höheren Geschwindigkeiten innerhalb einer Zelle profitieren. In Zukunft sollen diese Geschwindigkeiten dann sogar Zug um Zug bis auf 7,2 Megabit pro Sekunde gesteigert werden.
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