Der weltweit größte Mobilfunkhersteller Nokia konnte im vergangenen Quartal trotz sinkender Handypreise erneut zulegen und erzielte einen Umsatz von 8,06 Milliarden Euro. Das sind rund 25 Prozent mehr als noch im vergleichbaren Zeiraum des Vorjahres. Auch beim Gewinn legte das Unternehmen um 15 Prozent zu und lag bei 799 Millionen Euro. Nach eigenen Berechnungen des Konzerns konnte der weltweite Marktanteil um einen Prozentpunkt auf 33 Prozent gesteigert werden. Während zu Jahresbeginn noch ein geringeres Wachstum für den globalen Mobilfunkmarkt prognostiziert wurde, rechnet Nokia aktuell mit einem Absatz aller Hersteller von 760 Millionen Endgeräten, das wären 120 Millionen Einheiten mehr, als im Jahr 2004. Besonders erfolgreich war abermals der Handy-Bereich, welcher mit 4,86 Milliarden Euro den Großteil des Umsatz ausmachte. der Gewinn lag bei 789 Millionen Euro.
In den vergangenen Tagen hatten auch die anderen großen Hersteller ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der aktuell zweitgrößte Mobilfunkkonzern Motorola konnte wie der unangefochtene Branchenprimus Nokia sowohl seinen Umsatz und auch den Gewinn kräftig steigern. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2004 erwirtschaftete das US-Unternehmen einen Nettogewinn von 933 Millionen US-Dollar, der Umsatz stieg auf 8,825 Milliarden US-Dollar, was eine Veränderung von 1,3 Milliarden USD bedeutet. Mit weltweit 33,9 Millionen abgesetzten Mobiltelefonen hält Motorola derzeit einen Marktanteil von 18,1 Prozent. Samsung war einer der großen Verlierer des letzten Quartals: sowohl beim Gewinn wie auch beim Umsatz musste der koreanische Konzern zum Teil starke Verluste hinnehmen. So ging der Umsatz im Zeitraum von April bis Juni 2005 im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent auf 10,8 Milliarden Euro zurück, der Gewinn halbierte sich um 46 Prozent und lag für die entsprechenden Monate bei 1,35 Milliarden Euro. Grund für die schlechte Entwicklung ist nach Angaben des Herstellers der Preisverfall bei Speicherchips und Flachbildschirmen. Dabei konnten das Unternehmen im letzten Quartal 24,4 Millionen Mobiltelefone absetzen, der Marktanteil lag bei 12,6 Prozent.
LG Electronics ist mit 6,7 Prozent Marktanteil der zur Zeit viertgrößte Hersteller von Handys und möchte sich in Europa gezielt auf den Verkauf von UMTS-Telefonen konzentrieren. Jedoch bleibt die Entwicklung der Unternehmenszahlen hinter den Erwartungen zurück. So schrumpfte der Umsatz im zweiten Quartal 2005 im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent auf 5,43 Milliarden US-Dollar. Auch der Gewinn sank deutlich von 477 Millionen US-Dollar auf 145 Millionen US-Dollar. Während innerhalb der letzten drei Monate rund 12,1 Millionen Mobiltelefone abgesetzt werden konnten, korrigierte das Unternehmen sein Jahresziel von ursprünlich 72 Millionen Einheiten auf nun 50 Millionen Endgeräte.
Für Sony Ericsson verlief das vergangene zweite Quartal ein wenig besser als für die Konkurrenten Samsung und LG Electronics. Während der Umsatz um knapp 110 Millionen Euro auf 1,614 Milliarden Euro gesteigert werden konnte, sanken die Gewinne von 89 Millionen Euro auf 75 Millionen Euro. Der Marktanteil lag für diesen Zeitraum mit 6,5 Prozent dicht hinter Konkurrent LG, insgesamt konnte das Joint Venture rund 11,88 Millionen Mobiltelefone verkaufen. Legende * grüne strichnierte Flächen signalisieren Zugewinne, rote Flächen Verluste
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