Dass der deutsche Markt für Billigtarife erst Schwung bekommen hat, nachdem neue Angebote wie etwa SIMply und Simyo erschienen sind, dürfte dem aufmerksamen Mobilfunk-Interessierten nicht entgangen sein. Fast wöchentlich erreichen uns Meldungen, nach denen entweder neue Marken ihren kurz bevorstehenden Markteintritt ankündigen oder bereits bestehende Billigtarife ihre Konditionen verbessern.
So geschehen auch diese Woche: T-Mobile hat angekündigt, nun als erster Netzbetreiber in Deutschland einen Billigtarif unter eigener Marke herausbringen zu wollen. Bereits vor einer Woche wurde darüber spekuliert, dass T-Mobile diesen Plan verfolgen könnte. E-Plus hat zwar mit Simyo ebenfalls einen Billigtarif, der nur über das Internet angeboten wird, aber hier ist der Netzbetreiber mit 90 Prozent „lediglich“ Hauptanteilseigner.
Mit dem Prepaid-Angebot Xtra Click&Go von T-Mobile können Kunden rund um die Uhr für 15 Cent ins eigene Mobilfunknetz telefonieren und zum gleichen Preis Kurznachrichten verschicken. Auch Inlandsanrufe in andere Mobilfunknetze und in das Festnetz liegen mit 30 Cent pro Minute immerhin deutlich unter den bisherigen Xtra-Preisen - Mobilboxabfragen sind im Inland sogar kostenlos. Damit bietet T-Mobile zumindest bei netzinternen Mobilfunkgesprächen bessere Konditionen an, als dies bei Simyo (19 Cent) und Simply (18 Cent) der Fall ist – netzexterne Telefonate sind hingegen um einiges teurer. Der Bereitstellungspreis der XtraCard fürs Handy beträgt 19,95 Euro und enthält bereits ein Startguthaben von zehn Euro.
Das Prepaid-Guthaben kann u.a. über das Internet wahlweise um 15, 30 oder 50 Euro erhöht werden. Außerdem sind Aufladungen über das elektronische Aufladeverfahren Cash&Go unter anderem an Tankstellen, Bankautomaten und in T-Punkten möglich. Ein monatlicher Mindestumsatz besteht dabei nicht. Bessere Konditionen bietet seit heute zudem der deutsche Mobilfunk-Discounter Simyo. Bislang hatte der Tarif gegenüber der Konkurrenz von Simply insbesondere deshalb das Nachsehen, weil das Guthaben – wie für Prepaid-Karten nun einmal üblich – durch den Kunden immer wieder neu aufgeladen werden muss. Dies gehört nun der Vergangenheit an, denn durch die eingeführte automatische Guthabenaufladung kann der Kunde sie auf Wunsch immer wieder mit einem von ihm festgelegten Betrag aufladen lassen.
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