Wie der finnische Hersteller Nokia gestern mitteilte, wird der Konzern-Chef Jorma Ollila zum 1. Juni 2006 sein Amt niederlegen und dann in den Aufsichtsrat des Unternehmens wechseln. Damit verliert Nokia in der Führungsspitze eine der wichtigsten Personen, Ollila war unter anderem mitverantwortlich für den weltweiten Erfolg der Mobiltelefone. Mittlerweile sind die Finnen mit etwa 33 Prozent zwar noch immer Marktführer, die Margen sind allerdings seit längerer Zeit nicht mehr so hoch, wie noch in den späten 90er Jahren.
Nachfolger des 54-jährigen Ollila wird Olli-Peka Kallasvuo, der bereits seit über 20 Jahren in den Diensten des Herstellers steht. Gleichzeitig mit dem Nokia-Chef kündigte auch Pekka Ala-Pietilä, Präsident des Unternehmens, seinen Abschied aus der Konzernspitze an, er wird Nokia bereits zum 1. Februar 2006 verlassen. Vor allem die asiatischen Hersteller machten den Finnen in den vergangenen Monaten stark zu schaffen, die Gewinne je verkauftem Gerät gingen innerhalb von nur 18 Monaten von 25 Prozent auf 16,2 Prozent zurück, Gründe dafür sind die günstigen Produktionsbedingungen in China und Korea.
Nachdem Nokia noch Anfang 2004 einen Abwärtstrend verzeichnen musste und dem Unternehmen Versäumnisse bei der Produktpolitik vorgeworfen wurden, konnten sich die Finnen innerhalb kurzer Zeit wieder erholen und zogen mit innovativen Modellen, wie etwa dem Festplatten-Handy N91, die Aufmerksamkeit auf sich. Der Konkurrent Siemens konnte sich hingegen nicht von seinem Tief erholen - der ist inzwischen hinreichend bekannt.
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