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Phonest: Die Macher des transparenten Smartphones im Interview

Björn Brodersen 10.08.2016 - 12:04|0
Phonest: Die Macher des transparenten Smartphones im Interview

Inwiefern ist das Phonest-Smartphone zu 100 Prozent transparent? Das verrät Jonathan Schöps vom Erfurter Start-up nicht vorab. Der Sprecher von Phonest kündigt aber im Interview mit Areamobile an, dass das Gerät eine hochwertige technische Ausstattung bieten wird und sich nicht vor anderen Android-Smartphones verstecken muss.

Morgen Abend um 18 Uhr wird das Erfurter Start-up Phonest sein erstes Smartphone-Modell vorstellen. "100 Prozent Transparenz" versprechen die Macher. Bislang ist allerdings nicht ganz klar, ob sich der Transparenzgedanke ähnlich wie beim Sony Ericsson Xperia Pureness auf die Materialien des Geräts oder wie bei Fairphone auf die Produktion und Lieferkette bezieht. Manche tippen angesichts der vom Hersteller veröffentlichten Skizzen eher auf ein Smartphone mit durchsichtigem Gehäuse. Auch, weil die beiden Gründer, der Produktdesigner Benjamin Witte und der Informatiker Mirco Treutwein, großes Interesse nicht nur für Smartphones und mobile Gadgets, sondern auch für transparente Materialien verbinden soll.

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[Update, 11. August] Phonest hat den Vorhang gelüftet, doch ein "transparentes" Smartphone gibt es nicht. Vielmehr steckt hinter den angeblichen Leaks eine geschickt eingefädelte Kampagne gegen Sklaverei und Kinderarbeit. [Update-Ende]

Sony Ericsson Xperia Puress | (c) Sony Ericsson

Xperia Puress mit transparentem Display | (c) Sony Ericsson

Andererseits kündigt Phonest ein Smartphone, "das die Welt verändert", an und und schreibt den Firmennamen mit einem abgesetzten P - streicht man den Anfangsbuchstaben bleibt das Englische "Honest" (Deutsch: "ehrlich", "aufrichtig") übrig. Vorab hat Phonest nur einzelne Details zu dem Gerät mitgeteilt, um die Spannung auf das Premieren-Smartphone für das Unternehmen zu erhöhen - dass das erfolgreich funktionieren kann, hat das chinesische Start-up OnePlus ja bewiesen.
    Wir wollten vorab etwas mehr über das neue Phonest-Smartphone erfahren. Im kurzen Interview gibt sich Jonathan Schöps, der für das Marketing und die Kommunikation des Start-ups zuständig ist, aber weiter recht geheimnisvoll.

Vorbestellungen gleich nach dem Produktlaunch möglich

AM: Herr Schöps, inwiefern ist das Phonest-Smartphone "100 Prozent transparent"?

Jonathan Schöps: Wir haben im Vorfeld bewusst offen gelassen, wie genau sich die Transparenz im Produkt widerspiegelt. Gerne darf darüber diskutiert und spekuliert werden. Worauf sich "transparent" bezieht, wird man erst am Donnerstag um 18 Uhr erfahren.

AM: Wie wurde die Idee für dieses Smartphone geboren?

Schöps: Die beiden Gründer, Mirco Treutwein, Informatiker und Benjamin Witte, Produktdesigner, kannten sich schon zu Schulzeiten. Auf der IFA 2014 haben sie sich wiedergetroffen und fassten den Entschluss, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. Da sie beide sehr interessiert an Smartphones waren, kam es zur Idee, ein eigenes, innovatives Smartphone entwickeln zu wollen.

AM: Welche Ziele haben Sie sich als Unternehmen mit dem Smartphone gesteckt?

Schöps: Zunächst produzieren wir eine Kleinauflage von 5.000 Stück. Wir müssen uns als Start-up natürlich langsam ranarbeiten. Wenn es gut läuft, wird die Zweitauflage 2017 in höheren Stückzahlen produziert. Unser Ziel ist es tatsächlich, dass unser Smartphone ein klein wenig die Welt verändert - eben weil es 100 Prozent transparent ist.

AM: Auslieferung erst 2017: Wie ist der jetzige Entwicklungsstand des Phonest-Smartphones?

Schöps: Es gibt funktionierende Prototypen. Die Vorbestellungen, die ab dem 11. August möglich sein werden, werden über Crowdfunding finanziert. Wir sind aber sehr zuversichtlich, dass wir das Ziel erreichen und dass damit im ersten Quartal 2017 alle Käufer ihr Phonest erhalten werden. Es wird drei Varianten geben - welche ist noch geheim. Davon abgesehen ist das Phonest ein sehr hochwertig ausgestattetes Smartphone, das sich nicht vor namhafter Konkurrenz zu verstecken braucht. Der wichtigste Mehrwert wird aber erst zum Produktlaunch präsentiert.

AM: Wo und von wem wird das Phonest-Smartphone zusammengebaut?

Schöps: Das können wir auch noch nicht preisgeben. Fest steht aber: Wir haben uns viele Gedanken darüber gemacht, wo das Phonest produziert werden soll.

AM: Und was muss man noch über das Unternehmen Phonest wissen?

Schöps: Unser Firmensitz liegt in Erfurt, wir sind momentan zu sechst und voll motiviert. Wir können den Produktlaunch selbst kaum abwarten. Der Name ist Programm: Er setzt sich aus Phone und Honest zusammen.

AM: Vielen Dank für das kurze Interview, Herr Schöps.

5-Zoll-QHD-Display, drei Speichervarianten, langer Update-Support

Das hat Phonest bislang an Details zum Gerät vorab verbreitet: Das Smartphone kommt mit Android 6.0 Marshmallow als Betriebssystem heraus und wird Updates auf die folgenden drei Android-Versionen erhalten. Der Bildschirm des 132 Gramm schweren Geräts wird eine 5 Zoll lange Diagonale haben und die QHD-Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel bieten - das ergibt eine Schärfe von 578 Bildpunkten pro Zoll. Und es wird drei Varianten des Phonest-Smartphones geben, die sich in der Speichergröße unterscheiden.

Phonest: Transparentes Smartphone | (c) Phonest

Phonest: Transparentes Smartphone | (c) Phonest

Morgen um 18 Uhr erfahrt ihr bei uns mehr über das neue Android-Smartphone im deutschen Markt. Dann startet auch gleich der Vorverkauf des Geräts. Wer zu den ersten Käufern des Phonest gehören möchte, kann sich auf der Website des Herstellers registrieren und wird dann rechtzeitig über alle Neuigkeiten zum Phonest-Smartphone informiert.

Transparentes Smartphone-Gehäuse oder transparente Produktionsbedingungen? Was steckt eurer Ansicht nach hinter der "100 Prozent transparent"-Ankündigung von Phonest? Vielen Dank für eure Kommentare zum Thema!

Mehr zum Thema: Android-Smartphone, Smartphone

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