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Autor: AreaMobile Redaktion | 10.08.2005 - 16:50 | 0

Handystrahlung: Erneute Diskussion entbrannt

Handystrahlung: Erneute Diskussion entbrannt

Am Freitag wurden die Ergebnisse der von der EU finanzierten und an mehreren europäischen Forschungsinstituten durchgeführten Reflex-Studie veröffentlicht, in welcher die Wirkungsweise von Handystrahlen auf menschliche Zellen und Gene untersucht wurde. Seitdem tobt unter Wissenschaftlern eine heftige Diskussion, wie die Resultate letztendlich gewertet werden können und ob die von Mobiltelefonen ausgehende Strahlung tatsächlich schädlich für den Menschen ist. Während die Wiener Ärztekammer die Bevölkerung zu mehr Sorgfalt im Umgang mit Mobilfunkgeräten insbesondere bei Kindern aufruft - wie es die britische Gesundheitsbehörde bereits vor längerer Zeit getan hat - und Empfehlungen für einen sicheren Umgang herausgegeben hat (z.B. Handys nicht in Hosentaschen mitführen oder von seinen Mitmenschen fernhalten), hält das unabhängige österreichische Expertengremium Wissenschaftlicher Beirat Funk (WBF) die Warnung für überzogen.

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Der WBF-Vorsitzende Norbert Vana spricht von Panikmache und verweist darauf, dass im Rahmen der gleichen Studie von italienischen Forschern keine Erbgut verändernden Wirkungen beobachtet werden konnten. Sein Stellvertreter Christian Wolf geht sogar noch einen ganzen Schritt weiter und behauptet, die Empfehlungen der Wiener Ärztekammer entbehren jeglicher wissenschaftlichen Grundlage.

Gleichfalls anderer Meinung als Wiens Ärztekammer sind ebenfalls die Mobilfunk-Unternehmen. Das "Forum Mobilkommunikation" (FMK), die Interessenvertretung aller österreichischen Betreiber, spricht von einem geschäftsschädigenden Verhalten und verweist auf die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO, wonach keine Notwendigkeit für bestimmte Vorsichtsmaßnahmen bei der Nutzung von Handys bestehen. Wer dennoch auf Nummer sicher gehen und vor allem bei seinen Kindern Vorsicht walten lassen möchte - denn die Anfälligkeit für erbgutverändernde Effekte ist bei jungen Menschen wesentlich höher als bei Erwachsenen - der kann sich über die SAR-Werte einzelner Handys in den entsprechenden Datenblättern bei AreaMobile informieren.

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