Bei der Entwicklung der vierten Generation im Mobilfunk wollen China und Japan trotz der in letzter Zeit verstärkt aufgetretenen politischen Spannungen in Zukunft enger zusammenarbeiten. Dafür soll bereits am Freitag ein Abkommen von beiden Regierungen unterzeichnet werden, welches neben einer gemeinsamen Forschung und Entwicklung auch die weltweite Vermarktung der neuen Technik vorsieht.
Ein weiteres Ziel der japanischen Hersteller ist die Verbesserung der Situation auf dem chinesischen Mobilfunkmarkt, derzeit liegt deren Marktanteil noch bei wenigen Prozent. Während Japan die Technik für die 4G-Entwicklung liefert, soll China als weltweit größter Markt vor allem als lukratives Absatzgebiet zur Verfügung stehen.
Von dem neuen Standard, der vermutlich erst 2010 seine kommerzielle Marktreife erreichen wird, erwarten Hersteller wie Netzbetreiber deutlich höhere Übertragungsraten beim Datenverkehr, als dies bislang noch mit UMTS möglich ist. So konnte der japanische Netzbetreiber NTT DoCoMo im Juni dieses Jahres eine Datenrate von 1 GBit/s erreichen, in einem früheren Versuch im Juli 2003 erreichte man noch Geschwindkeiten von 100Mps beim Downlink bzw. 20 Mbps beim Uplink. Der Netzbetreiber hat bereits angekündigt, auch in Zukunft weiterhin an Verbesserungen des 4G-Standard arbeiten zu wollen.
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