Als über 50%-ige Tochter des spanischen Telefoniekonzerns Telefónica Móviles hatte es Quam nicht leicht, sich am Markt zu behaupten. Ende 2002 kam das Aus für den ambitionierten fünften Netzbetreiber Deutschlands, 300.000 akquirierte Kunden wechselten anschließend zu T-Mobile. Bis Ende 2003 kämpfte das Unternehmen aber um seine wichtigste Errungenschaft: eine erworbene UMTS-Lizenz. Da Quam nicht in der Lage war, ein flächendeckendes UMTS-Netz aufzubauen, verfiel laut Richtlinie der RegTP das Nutzungsrecht der Lizenz. Nun wurde bekannt, dass der spanischen Konzernmutter die noch nicht neu versteigerten Lizenzen vielleicht etwas länger erhalten bleiben: In Italien und Deutschland haben die Behörden Telefónica Móviles Aufschub gewährt, nachdem die Verwalter der Insolvenzmasse von Quam juristische Wege eingeschlagen hatten. Damit haben die Spanier nach wie vor einen Trumpf in der Hand, der sich beim Verkauf des Gesamtpakets bezahlt machen könnte: bis zum Ablauf der Verfahren könne die Lizenz, die bei der Versteigerung im Jahr 2000 für über 16,4 Mrd. Deutsche Mark erworben wurde, im Besitz des Unternehmens verbleiben. Dass sich daraus ein neuer Mobilfunkanbieter - ähnlich beispielsweise Hutchisons 3 - entwickeln könnte, ist aber schwerstens zu bezweifeln. Auch in Italien und Österreich nutzt Telefónica Móviles die erworbenen UMTS-Lizenzen als Geldanlage zum Verkauf an interessierte Konzerne. » Die Chronik des Untergangs: » Special: UMTS-Lizenzen
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