Obwohl Australien über strenge Anti-Spam-Gesetze verfügt, plant das dortige Militär nach Medienberichten den massenhaften Versand von Werbe-SMS an Jugendliche, um die Zahl der Rekruten wieder zu steigern. Die australischen Behörden plagen schon seit längerem Nachwuchsprobleme für ihre 52.000 Mann starke Truppe.
Bürgerrechtler laufen bereits Sturm gegen eine mögliche SMS-Werbung. Sie sehen die Privatsphäre gefährdet und kritisieren vor allem angebliche Pläne der Regierung, wonach die Kontaktdaten der jugendlichen Empfänger bei kommerziellen Adressenhändlern eingekauft werden sollen. Die möglichen Pläne der australischen Behörden könnten auch hierzulande die Phantasie mancher Militärs anregen. Der Einberufungsbefehl per SMS oder die Generalmobilmachung via MMS wären vielleicht die nächsten Schritte zur militärischen Nutzung des Versands von Handymitteilungen.
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