Auf Japans von NTT DoCoMo dominiertem Mobilfunkmarkt spielt Sony Ericsson eher eine untergeordnete Rolle. Nun stellt das in Europa mittlerweile ziemlich erfolgreiche Unternehmen ein Endgerät exklusiv für den japanischen Markt vor, das in erster Linie den Low-End-Markt abdeckt. Designtechnisch ein wenig an T290i und K600i angelehnt wird das "Radiden" zur Symbiose aus Handy und Radio. Der Kunstname setzt sich zusammen aus den Worten "Radio" und "denwa", dem japanischen Wort für Telefon.
Die Vorderseite des für 2G-Netze ausgelegten Geräts zeigt ein Handy-typisches Äußeres mit 160x128 Pixel großem Display, drei Softkeys und einem 9-ziffrigem Tastenfeld, die Rückseite ist eine Neudefinition von Sony Ericssons "zweiter Vorderseite": statt einer Kamera bekommt man beim Radiden ein monochromes Zweitdisplay für die Frequenzanzeige und programmierbare Senderwahltasten geboten. Neben UKW- und MW-Empfangseinheit soll das Gerät auch über einen integrierten TV-Tuner verfügen, mit dem sich der Ton des laufenden Fernsehprogramms wiedergeben lässt - das Videosignal bleibt mangels Antenne oder unterstützten Standards außen vor.
Die Kamera musste dem Radio-Teil vollständig weichen, dafür funktioniert das Radio auch dann, wenn das Mobilteil abgeschaltet wurde. Leider soll dem Gerät jegliche Connectivity-Möglichkeit genommen worden sein - lediglich ein EMail-Client ist mit an Bord und auch einen Speicherslot sucht man vergeblich. Dafür überzeugt das Gerät mit langer Ausdauer: bis zu 14 Tage Standby und 20 Stunden permanenter Radio-Sound sind möglich. Bei aktivem Telefon schmilzt die Ausdauer allerdings dahin: eine Dauergesprächszeit von gerade einmal 2 Stunden sind nicht gerade rekordverdächtig. Das Gerät wurde von NTT DoCoMo heute als Prototyp vogestellt, mit der Markteinführung ist im Herbst zu rechnen.
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