Die österreichische Aldi-Tochter Hofer hat seit Anfang September das Nokia 6030 in ihr Sortiment aufgenommen. Mit einem Preis von 100 Euro liegt der Discounter allerdings unter der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers, worauf dieser widerum äußerst verärgert reagiert. In einer E-Mail, welche an Vertragspartner von Nokia geschickt wurde, hieß es jetzt: "Verweigern Sie entweder jeglichen Support für das Hofer Nokia 6030 oder verlangen Sie ordentlich Geld für jeden Handgriff."
Wer allerdings unter den Auswirkungen der Streitigkeiten zu leiden hat, ist bereits klar: Der Kunde steht wie so häufig zwischen den Fronten und kann sich bei Problemen nur mit Mühe und Not an eine der beiden Seiten wenden. "Im Service oder Updatefall soll der Kunde zu Hofer gehen. Liebe Kollegen und Freunde -- Wehrt Euch!". Nokia hat derzeit keine Möglichkeit gegen das Angebot von Hofer einzuschreiten, denn aus wettbewerbsrechtlichen Gründen darf kein verbindlicher Verkaufspreis festgelegt, kontrolliert oder eingefordert werden. "Es ist uns wichtig festzuhalten, dass Nokia keine Geschäftsbeziehung zu dem Unternehmen Hofer unterhält und auch in keiner Weise Preisaktionen unterhalb des UVP unterstützt". Der Hersteller rechtfertigt seinen höheren Verkaufspreis mit attraktiven Präsentationen im Geschäft sowie durch bessere Beratung und guten Service der Vertriebspartner.
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