Das Internet-Auktionshaus eBay hat nach eigenen Meldungen den VoIP-Anbieter Skype Technologies übernommen, den Kaufpreis beziffert das US-Unternehmen mit 2,6 Milliarden US-Dollar. Zunächst werde Skype einen Betrag von 1,4 Milliarden US-Dollar in bar erhalten, weitere 1,2 Milliarden US-Dollar werden in Form von Aktien ausgezahlt. Bis 2009 könnten bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar hinzukommen, Voraussetzung ist allerdings das Erreichen einer guten Finanzlage des Unternehmens.
Skype wurde vor drei Jahren von Niklas Zennström und Janus Friis ins Leben gerufen, mittlerweile beschäftigt der Anbieter weltweit 200 Mitarbeiter. eBay möchte die VoIP-Lösung direkt in seine Auktionsplattform integrieren, um die Kommunikation zwischen Händler und Kunde zu verbessern. Heute zählt Skype weltweit 54 Millionen Nutzer, dabei kommen täglich ungefähr 150.000 hinzu. Unter Verwendung der Software SkypeOut ist es dem Kunden auch möglich, neben der Kommunikation untereinander Anrufe zu herkömmlichen Telefonanschlüssen durchzuführen.
Analysten stehen der Übernahme derweil gespalten gegenüber. Nach Meinung von Goldman Sachs ist das Geschäft schwer einzuschätzen. Demnach sei die Werteschaffung für eBay und somit dessen Nutzer sehr niedrig, möglicherweise könnte durch die Möglichkeit von "Pay per Call" ein finanzieller Ausgleich geschaffen werden. Zudem rechnen Experten von CIBC World Markets bei dem Geschäft mit erheblichen Risiken bei der Umsetzung der neuen Strategie, weshalb das Papier von eBay herab gestuft wurde.
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