Innovationen aus Japan: Der Netzbetreiber NTT DoCoMo plant, seine mit NFC-Funktionalität ausgerüsteten Mobiltelefone mit einer neuen, sogenannten ToruCa-Funktion auszustatten. Die Bezeichnung ToruCa setzt sich aus zwei japanischen Wörtern zusammen, die frei übersetzt Capture Card bedeuten.
Diese Funktion erlaubt es dem Nutzer, das Handy als Scanner für NFC-Chips einzusetzen, die in Restaurants, Theatern, Musikläden oder Kaufhallen in speziellen Aufstellern (Osaifu-Keitai) integriert sind und so detailliertere Informationen über Tonträger, Waren oder das aktuelle Programm zu erhalten. Im Falle von CDs erhält der Verbraucher auf Wunsch kostenlose Auskünfte über den Künstler oder die Band, möglich ist auch beispielsweise die automatische Verteilung von virtuellen Gutscheinen für weitere Platten desselben Labels. Sind die Infos erstmal auf einem Handy gelandet, können sie auch jederzeit via NFC-Technologie mit anderen ToruCa-kompatiblen Handys ausgetauscht werden.
Die gleichen Informationen, die man vor Ort findet, werden auch auf NTT DoCoMos i-mode-Portal zur Verfügung stehen. Anders als bei ToruCa fallen hier natürlich beim Abruf Gebühren für Datentransfer und i-mode-Nutzung an. In Deutschland bzw. Europa zeichnet sich die Einführung von ähnlicher Funktionalität zwar bereits ab, aber es werden voraussichtlich noch bis zu zwei Jahre vergehen, bis die ersten Mobiltelefone mit entsprechender Technologie ausgestattet sein werden und vor allem der Handel auf die neuen Informationsmöglichkeiten reagiert hat.
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