Der geplante Abbau von Arbeitsplätzen wird im Mobilfunk-Werk Kamp-Lintfort geringer ausfallen, als Angestellte und Gewerkschaften noch vor einigen Wochen befürchtet hatten. Das ehemalige Siemens-Werk, welches mit der Übernahme des Handy-Sektors durch BenQ an den taiwanischen Hersteller überging, beschäftigt 2.000 Arbeitnehmer, davon sollten ursprünglich rund 340 Stellen gestrichen werden (AreaMobile berichtete).
Wie jetzt gemeldet wurde, haben sich Unternehmen und Gewerkschaft auf die Einsparung von insgesamt 230 Arbeitsplätzen geeinigt, über die möglichen Zugeständnisse der IG Metall ist bislang nichts bekannt. Auch über den weiteren Verbleib der ehemaligen Siemens-Mitarbeiter wurde lange Zeit spekuliert. Derzeit ist allerdings damit zu rechnen, dass sie in eine "Weiterbeschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft" wechseln müssen.
Im vergangenen Jahr wurde noch mit Zustimmung der IG Metall die Arbeitszeit von 35 auf 40 Stunden heraufgesetzt. Siemens hatte dafür eine weitreichende Beschäftigungsgarantie zugesagt, der Abbau aus Rationalisierungsgründen wurde damals jedoch ausgeklammert.
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