Vodafone wird auch dieses Jahr die Auswahl für den weihnachtlichen Gabentisch mit einer ganzen Palette von neuen Handy-Modellen bereichern. Anders als im letzten Jahr bleiben echte Überraschungen aus, einige Neuheiten sind trotzdem dabei. Der Netzbetreiber achtet bei der Auswahl seines Mobilfunkangebots vor allem auf Kontinuität: die Geräte sprechen vom Prepaid-Kunden bis zum Business-Profi alle Gehaltsklassen und Wünsche an, Sharps 903SH verfügt - wie wir schon vor einiger Zeit berichteten - über eine 3,2 Megapixel-Kamera, der VPA IV (HTC Universal) bringt das erwartete Business-Gegengewicht zu T-Mobiles neuem MDA Pro und die neuen Vodafone live!-Handys werden alle mit MP3-Player und Clients für Musik-Downloads, MobileTV und Videotelefonie ausgerüstet.
Sagem myV-85 Das billigste unter den Geräten stammt in gewohnter Weise vom französischen Hersteller Sagem, den Vodafone seit dem myX-6 immer wieder gerne in sein Portfolio aufnimmt. Nicht ohne Grund: wie kein anderer Hersteller versteht es Sagem, zu einem guten Preis verhältnismäßig gut ausgestattete und ordentlich verarbeitete Handys zu bauen. Das myV-85 soll über ein großes Display mit 262.144 Farben und 176x220 Pixeln Auflösung verfügen, Fotos mit einer 1,3-Megapixel-Kamera aufnehmen und via Infrarot, Datenkabel und Bluetooth in Verbindung mit der Außenwelt treten können.
Toshiba 803 Nach dem nur extrem kurzzeitig in den Handel gekommenen und anschließend wieder abgekündigten TS921 kommt nun ein weiterer Versuch des japanischen Unternehmens Toshiba, bei Vodafone ein UMTS-Gerät zu platzieren. Das Handy ähnelt technisch wie optisch seinem Vorgänger zum Verwechseln, lediglich bei der Tastatur hat Toshiba nachgebessert - die war beim Vorgänger im übrigen äußerst angenehm zu bedienen. Das Toshiba 803 spricht Multimedia-Fans an: es verfügt über ein QVGA-Display und 262.144 in brillanter Darstellung, einen dem Samsung P730 ähnlichen Twist-And-Flip-Formfaktor in deutlich flacherer Bauweise und ein neu gestaltetes Menü.
Highlights des Geräts: spezielle Playertasten für die Steuerung der MP3-Wiedergabe auf der Außenseite und eine Kamera mit 2,3-Megapixeln Auflösung und starke Erweiterungsmöglichkeiten via MiniSD-Cards. Motorola E770v Es ist nicht das ROKR, aber es ist Vodafones Variante davon. Das E770v von Motorola ist UMTS-fähig und vor allem für die Nutzung von Vodafones MusicDownload-Dienst gedacht. Die Digitalkamera tritt mit VGA-Auflösung eher in den Hintergrund, ein Display mit 176x220 Pixeln Auflösung und 65.536 Farben lassen das E770v in der Mittel- bzw. Kompaktklasse mitspielen. Über eine Bluetooth-Schnittstelle lassen sich Daten austauschen oder kabellose Headsets anschließen. Das HiFi-Profil A2DP für Stereo-Kopfhörer wird allerdings nicht unterstützt.
Samsung ZV10 und ZV30 Wer sich einmal in die gelungenen Folder-Handys des koreanischen Unternehmens Samsung verliebt hat, wird immer wieder eins haben wollen. Vodafone erhört den Wunsch vieler Kunden und bietet gleich zwei Nachfolgemodelle von Z107 und Z110 an, diesmal unter den Namen ZV10 und ZV30. Beide Geräte entsprechen dem bekannten Formfaktor, das ZV10 kommt in edlem schwarz mit großflächigem Navkey und einer nach innen gerichteten Kamera daher. Das ZV30 verfügt hingegen über eine im Scharnier drehend gelagerte Megapixel-Kamera und ein deutlich klassischeres silbernes Design, das sich ans Urgestein Z107 anlehnt bzw. ans aktuelle Z-Modell Z140V, das es derzeit ebenfalls bei Vodafone zu kaufen gibt. Weiterer Unterschied zwischen den Geräten: der Speicherausbau. Während Samsung dem ZV10 50MB dynamisch nutzbaren Speicher verbaut, kann das ZV30 40MB RAM dynamisch zuweisen und lässt sich darüber hinaus auch mit Transflash-Karten auf bis zu 256MB aufrüsten.
Sharp 903 Das Flaggschiff der Produktpalette wurde wie jedes Jahr beim japanischen Hersteller Sharp bestellt: Das Sharp 903 ist Deutschlands erstes Handy, das Fotos mit einer Auflösung von 2048x1536 Pixeln aufnehmen kann und damit die 3-Megapixel-Grenze durchbricht. Dabei ist das 903 die konsequente Weiterentwicklung des im letzten Jahr zur Weihnachtszeit erstmals verkauften Sharp V902SH und bringt wie sein Vorgänger einen Autofokus und einen optischen 2x-Zoom mit - Vodafone bezeichnet ihn mittlerweile gerechterweise als "Analogzoom". Der Twist-And-Flip-Formfaktor des Geräts wurde etwas kantiger gestaltet und das Gerät insgesamt etwas flacher gebaut. Für den Massenmarkt dürfte dieses Handy typischerweise zunächst nicht zu haben sein: Vodafone gibt sich mit dem 903 vor allem deswegen die Ehre, um seinen Ruf als innovativster Netzbetreiber im Bereich der Megapixel-Cams nicht zu verlieren: mit dem Sharp GX30 stellte Vodafone zur CeBIT 2004 das erste Megapixel-Handy Deutschlands vor.
Der Rest zum Fest Neben den Neuvorstellungen werden auch viele andere Geräte bei Vodafone zu Weihnachten vermarktet, die bereits seit langem bekannt sind. Das wahrscheinlich größte Highlight dabei ist Motorolas V3x (vormals V1150): ein RAZR-ähnlicher Folder mit UMTS-Connectivity und 2-MPixel-Cam. Etwas dicker, dafür auch für kleinere Geldbeutel geeignet ist das erst kürzlich im Vodafone-Shop erschienene Motorola V1050 und Samsungs Top-Modell im Fashion-Look Z500. Auch Nokia-Geräte werden ins Portfolio übernommen: der Multimedia-Slider Nokia 6280 mit QVGA-auflösendem Display und brandneuem Series40-System wird sich dem Branding-Wahn der Vodafone-Designer stellen müssen; auf das Ergebnis darf man gespannt sein. Von der N-Series steuert Nokia das N70 bei und Sony Ericsson bietet nach wie vor sein V800 (Z800) und V600i (ident mit K600i) an. Als Prepaid-Modelle stehen Motorolas schickes Barren-Handy C980 und der in die Jahre gekommene Einsteiger-Folder V980 sowie Samsungs Z140V und auch Sony Ericssons V600i zur Verfügung.
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