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7 Jahre iPad: Vier Familien, 300 Millionen verkaufte Geräte

Björn Brodersen 26.01.2017 - 18:41|0
7 Jahre iPad: Vier Familien, 300 Millionen verkaufte Geräte

Nach sieben Jahren iPad mit vier Gerätefamilien, vielen Varianten und rund 300 Millionen verkauften Einheiten ist Apple immer noch führend im Tablet-Markt. Die Vielfalt zeigt jedoch, dass auch der Marktführer aus Cupertino sein Tablet immer wieder neu erfinden muss.

Das iPad sollte die Lücke zwischen Smartphone und Laptop füllen, größen- und funktionsmäßig. Das machte der inzwischen verstorbene Apple-Mitgründer und langjähriger CEO Steve Jobs bei der Präsentation des ersten Tablet-Modells mit Apfel-Logo klar. Zum Browsen im Internet, Lesen von E-Mails, Betrachten von Fotos, für Videosessions und -chats sowie zum Lesen von E-Books sollte sich das iPad besser eignen als das kleine Smartphone oder der schwerfällige Laptop. Und viele Kunden glaubten daran und legten sich das iPad als zusätzliches mobiles Endgerät neben Smartphone und Notebook zu. Der Tablet-Markt begann zu boomen, Samsung mit dem Galaxy Tab und andere Hersteller folgten dem Trend.

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Am 27. Januar 2010 stellte Jobs das erste iPad mit dem immer noch für Apple-Tablets typischen 9,7-Zoll-Display sowie der vom iPhone bekannten iOS-Oberfläche und Multitouch-Bedienung vor. Am 3. April 2010 startete es in den USA in den Verkauf. Bereits am ersten Tag lieferte Apple 300.000 Geräte aus. Vier Wochen später knackte der iPad-Absatz die Millionen-Marke. Ende Mai konnten Apple-Kunden in Deutschland und acht weiteren Ländern das iPad für Preise ab 499 Euro bis 799 Euro - je nach Ausstattung - kaufen. 80 Tage nach dem Release des iPad hatte Apple das dreimillionste Gerät abgesetzt.

Anfang März 2011 präsentierte Apple mit dem iPad 2 ein leichteres und im Design verändertes zweites Tablet-Modell, das mit Kameras an Front- und an der Rückseite ausgestattet war. Ein Jahr später ließ Cupertino das iPad der 3. Generation mit A5X-Chip mit Quad-Core-Grafikprozessor, einer 5-Megapixel- bzw. Full-HD-Kamera folgen. Das Display des dritten iPads maß in der Diagonale ebenfalls 9,7 Zoll, die Bildschirmauflösung hatte Apple aber auf 2.048 x 1.536 Pixel angehoben. Innerhalb der ersten drei Verkaufstage nach dem Marktstart am 16. März 2012 in ausgewählten Ländern setzte Apple drei Millionen Einheiten des neuen Tablet-Modells ab.

Erst nach dem Tod von Jobs konnte sich Apple dazu entschließen, das iPad auch in anderen Größen auf den Markt zu bringen: Das im Oktober 2012 vorgestellte und am 2. November für Preise zwischen 329 und 659 Euro in den Verkauf gestartete iPad Mini bot ein 7,9 Zoll großes Display mit der Auflösung von 2.048 x 1.536 Pixel. Zeitgleich erfolgte der Release des zwischen 599 und 829 Euro teuren iPad 4 mit A6X-Chip, HD-Facetime-Kamera und erweiterter LTE-Unterstützung. Bei beiden iPad-Modellen setzte der Hersteller erstmals auf den Lightning-Connector. Die zuerst verfügbaren Wifi-Modelle verkauften sich an den ersten drei Verkaufstagen rund drei Millionen Mal. Im Februar 2013 ergänzte Apple die iPad-4-Familie um eine Variante mit 128 GB Speicherkapazität.

Mit dem iPad Air stieg Apple am 1. November 2014 in die Tablet-Leichtgewichtsklasse ein. Das erste Air-Tablet wog nur 469 Gramm, war nur 7,5 Millimeter dick, hatte trotzdem eine Akku-Laufzeit von bis zu zehn Stunden und den starken A7-Chip unter der Haube. Das iPad Air 2 kam noch flacher und leistungsfähiger als das Vorgängermodell, mit Touch ID sowie in den USA und in Großbritannien mit einer fest eingebetteten Apple-SIM daher. Die 8-Megapixel-iSight-Kamera an der Rückseite bot als Neuerungen Funktionen wie Panorama in Fotos, Zeitraffervideos, Zeitlupe und 1080p-Videos. Den Release der iPad-Air-Modelle begleitete jeweils ein neues iPad Mini.

September 2015: Apple eröffnet mit iPad Pro vierte Tablet-Reihe

Im September 2015 eröffnete Apple mit dem iPad Pro eine neue Tabletmodellreihe. Das erste Gerät der Serie, das der Hersteller weiterhin aktiv vermarktet, bietet einen 12,9 Zoll großen Touchscreen mit einer Auflösung von 2.732 x 2.048 Pixel, der groß genug für die Anzeige von zwei Apps in voller Größe nebeneinander ist, sowie vier Stereo-Lautsprecher und einen magnetischen Connector zum Anschließen einer Tastatur anstecken lässt. Für Eingaben bietet Apple einen Pencil genannten drucksensitiven Stift an. Im März folgte mit dem iPad Pro 9.7 eine Variante in der Größe des  iPad Air, die aber aber mit A9X- und M9-Motion-Prozessor, 12-Megapixel-Hauptkamera mit Fokus-Pixel-Technologie für schnelles Scharfstellen und 5-Megapixel-Facetime-Kamera sowie den vier Lautsprechern stärkere Hardware an Bord hat. Die Speicherkapazität des iPad Pro reicht jetzt bis 256 GB, die die mobilfunkfähigen Versionen des iPad Pro 9.7 liefert Apple auch in Deutschland mit einer fest eingebauten Apple-SIM aus.

Die Ausstattung und Preise (je nach Ausstattung bis zu 1.270 Euro) zeigen: Mit dem iPad Pro zielt Apple auf produktive und kreative Nutzer sowie Business-Anwender ab. Wie das Microsoft Surface kann das iPad Pro teilweise als echter Laptop-Ersatz dienen. Den Rückgang beim iPad-Absatz konnten die teuren Pro-Modelle jedoch nicht ganz abfangen - iPad Mini und iPad Air machen zwei Drittel der von Apple verkauften Geräte aus. Den Tablet-Umsatz von Apple hielten sie aber stabil. Insgesamt hat Apple seit 2010 rund 300 Millionen iPads verkauft, der bis Anfang 2012 auf über 60 Prozent angestiegene weltweite Marktanteil ist mittlerweile auf 21,5 Prozent zusammengeschmolzen (IDC-Zahlen für Q3 2016). Damit führt Cupertino aber immer noch vor Verfolgern wie Samsung (15,1 Prozent), Amazon (7,3 Prozent) und Lenovo (6,3 Prozent). Von Rekordabsatzzahlen wie im Weihnachtsquartal 2013 (26 Millionen Einheiten) ist Apple mittlerweile auch weit entfernt: Im letzten Dreimonatszeitraum 2015 verkaufte das Unternehmen 16 Millionen iPads. Die Absatzzahl aus dem Weihnachtsgeschäft 2016 wird Apple am 31. Januar verkünden.

Dass Apple trotz sinkender Absatzzahl weiter einen komfortablen Vorsprung auf die meisten anderen Tablet-Hersteller hat, liegt an der rückläufigen Entwicklung des gesamten Tablet-Markts. Einen guten Überblick über die Absatzentwicklung des iPad geben zwei von Statista aufbereitete Grafiken zu den Tablet-Verkaufszahlen allein von Apple sowie von Apple im Vergleich mit anderen Herstellern. Inzwischen denken die Nutzer nämlich anders und setzen für viele einst von Steve Jobs dem Tablet zugewiesene Anwendungen auf das Smartphone bzw. Phablet. Ein neues Tablet kaufen sich die Anwender zudem seltener ein neues Smartphone. Deshalb muss auch Apple das iPad immer wieder neu erfinden.

Die nächsten neuen iPad-Modelle wird Apple Berichten zufolge im März oder April ankündigen. Dann sollen Apple-Chef Tim Cook und seine Kollegen gleich drei unterschiedliche Geräte zeigen, darunter eines mit 10,5 Zoll großem Touchscreen.

Über eine Million Apps an das iPad angepasst

Teil des Erfolgs des iPads sind übrigens auch die Apps: Anfangs konnten die iPad-Anwender insgesamt unter 200.000 Apps aus dem iTunes App Store wählen, von denen 5.000 an das großformatige Display des Tablets angepasst waren. Zum Marktstart von iPad Mini und iPad 4 im November 2012 gab es 275.000 speziell an das Display-Format angepasste Apps, im Oktober 2014 schon 675.000. Heute umfasst die App-Auswahl auf der Download-Plattform von Apple rund 2,2 Millionen Anwendungen, darunter über eine Million für das iPad-Display entwickelte.

Mehr zum Thema: iPad, Tablet, iPad Mini, Tablet-Markt, Apple-Tablets

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