In einer groß angelegten Testaktion werden im kommenden Jahr zwei Fuggesellschaften ihren Passagieren die Benutzung von Mobiltelefonen auf innereuropäischen Flügen gestatten. Dafür verantwortlich ist der Ausrüster OnAir, welcher sein System in Maschinen der Unternehmen TAP Air Portugal sowie der britischen Gesellschaft bmi einbauen möchte. Der Testlauf soll über einen Zeitraum von drei Monaten gehen, bereits ein Jahr später soll die kommerzielle Nutzung möglich sein. Die Passagiere dürfen ihre Mobiltelefone ab einer Höhe von 3000 Metern einschalten und nach Belieben telefonieren oder Nachrichten schreiben. Allerdings werden sich nur wenige diesen Luxus auch leisten wollen, denn während eine SMS mit 40 Cent noch verhältnismäßig preiswert ist, liegt der Minutenpreis für ein Telefonat bei etwa zwei Euro.
Seit mehreren Jahren diskutieren Fluggesellschaften und Vereinigungen über die Nutzung von Handys im Flugbetrieb. Erst vor wenigen Wochen hatten sich die US-Polizei FBI sowie das für Terrorismusbekämpfung zuständige Heimatschutzministerium gegen solche Pläne geäußert. Zu groß sei angeblich die Gefahr, dass Terroristen ihre Mobiltelefone als Fernzünder für eine Bombe verwenden oder auf diese Weise eine Entführung koordinieren könnten. Der Einfluss der US-Behörden sollte nicht unterschätzt werden, allerdings werden sich die Fluggesellschaften langfristig vermutlich durchsetzen können und Handys an Bord ihrer Flugzeuge gestatten.
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