Zwischen den mehr oder weniger professionellen Endgeräten auf Series60-Basis 6280, N90 und N91 gab es offensichtlich noch eine Lücke zu füllen. Nokia tat selbiges am Wochenende und stellte das 3250 vor, das es mit den derzeit im Handel erhältlichen Music Phones anderer Hersteller aufnehmen können soll. Das Smartphone erinnert äußerlich an eine Mischung aus N90, N91 und 3230 und wurde um einen kleinen drehbaren Unterteil erweitert. Dieser enthält die 2-Megapixelkamera (1600x1200 Pixel Auflösung) und Tasten zur Steuerung des Real-Mediaplayers, der auf dem System vorinstalliert ist.
Er lässt sich zur Wiedergabe von MP3- und AAC-Files nutzen, kennt sowohl Microsofts WMA als auch das DRM-gebrandmarkte M4A-Format und kann dank eines mitgelieferten Audio Managers mit ganzen Alben gefüttert werden, die dieser automatisch ins entsprechende Zielformat (eAAC+/M4A) konvertiert.
Wer sich an seiner digitalen Musik sattgehört hat, kann darüber hinaus auch Gebrauch vom integrierten UKW-Radio mit Visual Radio-Client machen. Ein spezieller Soundprozessor ermöglicht vielfältige Variationen des Klangbildes und kennt Effekte wie Stereo Widening und Bass Boost. Darüber hinaus hat auch ein witziges Feature der Outdoor-Serie von Nokia Einzug ins 3250 gehalten: wie 5140i oder 5100 wird das Handy über einen "Sound-Meter" verfügen, mit dem sich zumindest in einer weit gefassten Toleranzgrenze die Umgebungslautstärke messen lassen wird. Die sonstigen Spezifikationen des Geräts sind zeitgemäß: das Display stellt Series60-typische 176x208 Pixel bei 262.144 Farben dar, als Betriebssystem kommt Symbian OS 9.1 mit einer Series60-Plattform der neuesten Version 3.0 zum Einsatz. Damit ist das Nokia 3250 durchaus besser für kommende Anwendungen ausgerüstet als das bald in den Handel kommende Series40-basierte Handy 6280 bzw. 6270. Als Standardanwendungen sind Nokias Sensor und Lifeblog bereits vorinstalliert.
Zwar verfügt das 3250 nicht über UMTS-Connectivity, dafür ist man via Triband-GSM, HSCSD und EDGE mindestens halb so schnell im Netz unterwegs. Connectivity ist allerdings kein Fremdwort fürs 3250: Bluetooth- und USB2.0-Port sorgen für schnelle Verbindungen zur Außenwelt. Schließt man das Handy via USB an einen PC an, wird es als Massenspeichergerät erkannt und Musikfiles lassen sich via Drag'n'Drop bequem aufs Telefon kopieren. Der Speicherausbau ist (zweck-)mäßig: nur 10MB spendiert Nokia seinem Musikneuling, dafür lässt sich via microSD-Karte bis zu 1GB Speicher nachrüsten. Mit Hilfe eines 3,5mm-Klinkenadapters lassen sich auch ganz "normale" Kopfhörer an das Gerät anschließen, Nokia arbeitet mit Qualitätsherstellern der Branche wie Bose, Sennheiser und JBL zusammen.
Ein etwas schaler Nachgeschmack entsteht nach der Lektüre der Ausdauerspezifikationen: für Dauergespräche soll das GSM-Handset trotz des mit 1100mAh Kapazität mächtig bemessenen Akkus nur 3 Stunden zur Verfügung stehen, der Standby-Modus bleibt nach Nokias Angaben bis zu 10 Tage aktiv - ein Wert, der zumeist nur im Labor erreicht wird. Auch die Wartezeit auf das neue Telefon ist noch etwas länger. Nokia kündigte das 3250 fürs erste Quartal 2006 an, der angestrebte Endgerätepreis liegt mit 350€ im Mittelfeld. Es gilt als wahrscheinlich, dass das 3250 dann zeitgleich mit dem N-Series Modell N91 auf den Markt kommt. Konkurrenten / Alternativen: » Motorola ROKR: Bilder | Daten » Sony Ericsson W800i: Bilder | Daten | Test » Samsung SGH-i300: Bilder | Daten | Preview » Nokia N91: Bilder | Daten
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