Der drittgrößte österreichische Mobilfunkbetreiber one beklagt sich derzeit über einen spürbaren Umsatzrückgang. Im ersten Halbjahr 2005 hat der Konzern einen Umsatz von 332 Millionen Euro erwirtschaftet - ein Minus von 23 Millionen Euro. Während der Umsatz bei den Gesprächsminuten gestiegen sei, hätten andere Bereiche wie der Handy-Verkauf gelitten. Der Umsatz pro Kunde liegt derzeit bei 33 Euro, wobei zwanzig Prozent des Gesamtumsatzes mit den begehrten Geschäftskunden erzielt werde. Das EBIT sank von 35 auf 21 Millionen Euro - Schuld für den Rückgang sei laut One-Chef Jorgen Bang-Jensen vor allem der intensive Wettbewerb.
Dennoch gibt sich Jorgen Bang-Jensen angesichts der langfristigen Unternehmenskennzahlen optimistisch: “Wir haben eine vernünftige Eigenkapitalstruktur und Bank-Verbindlichkeiten von 250 Millionen Euro. Das ist eine sehr komfortable Situation für den Wettbewerb am Markt.“ Außerdem ist der Cash Flow im Gegensatz zum EBIT um 12,6 Prozent gestiegen. Nach der Übernahme von tele.ring durch T-Mobile Austria erhofft sich one nun einen „konstruktiven“ Wettbewerb.
In den sieben Jahren seit Bestehen des Unternehmens, habe one die Investitionskosten noch nicht wieder eingefahren. Das Unternehmen investiert nach wie vor jährlich ca. 80 – 100 Millionen Euro vorwiegend in den Netzausbau. Bang-Jensen kündigte ebenfalls an, sollte es tatsächlich zu der Handymastensteuer kommen, werde man in dem Bundesland keine Investitionen mehr vornehmen. one werde 2006 stattdessen zu den 44 bestehenden Shops fünf bis zehn weitere eröffnen.
Zusammen mit den Kunden der 100%igen Tochterfirma YESSS! betreut one derzeit rund 1,7 Millionen Österreicher - bis 2007 will der Netzbetreiber weitere 300.000 Neukunden gewinnen. Wie viele Kunden die Tochterfirma YESSS! derzeit betreut, wollte Bang-Jensen nicht bekannt geben, fakt ist jedoch, dass YESSS! derzeit schneller wächst als one.
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