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Die Nokia-Smartphones mit Android kommen

Stefan Schomberg 01.04.2017 - 09:00|4
Die Nokia-Smartphones mit Android kommen

HMD Global bringt Nokia als Smartphone-Marke zurück - mit Android als Betriebssystem. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona war das Interesse an den neuen Nokia-Smartphones riesig. Aber taugen sie auch etwas?

Ende Februar hat HMD Global auf dem Mobile World Congress Ende die Android-Smartphones Nokia 3, Nokia 5 und Nokia 6 sowie das kultig anmutende Featurephone Nokia 3310 vorgestellt. Um die Geräte mit dem Logo des einstigen Handy-Pioniers und -Marktführers ist fast ein Hype entstanden. Und nicht wenige Smartphone-Fans warten auf den Release der Android-Smartphones, den der Hersteller für das zweite Quartal dieses Jahres in Aussicht gestellt hat. Zeitgleich sollen die Modelle in 120 Märkten in den Verkauf starten. Dass das ambitioniert, weiß selbst der Hersteller: "HMD ist de facto ein Start-up, auch wenn es Unterstützung von Nokia und Foxconn gibt."

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Nach Angaben von nokiapoweruser.com liegt der Starttermin für die ersten Noia-Smartphones mit Android im Mai. Davon, dass sich Deutschland unter den 120 Märkten befindet, gehen wir aus. Bevor die Geräte in den Läden kommen, zeigen wir, was sie für wen eigentlich zu bieten haben.

Retro-Alarm: Nokia 3310 mit Zifferntastatur

Weil der Name des ehemaligen Weltmarktführers zieht noch: Viele Handynutzer haben die Blütezeit Nokias als Hardware-Hersteller noch selbst miterlebt und können sich noch gut an das erste Nokia 3310 erinnern, das damals jeder haben wollte. Das neue Nokia 3310 (2017) ist technisch eher einfach ausgestattet, so dass es für die heutige Smartphone-Generation wohl bestenfalls als Back-up-Gerät im Handschuhfach des Autos interessant sein dürfte. In solchen Situationen soll der Akku nämlich bis zu einen Monat halten - von welchem Smartphone kann man das heute schon noch sagen? Der Rest ist simpel: 2,4 Zoll kleiner Bildschirm ohne Touch-Bedienung, Kamera mit 2 Megapixel, 16 MB interner Speicher und nur GPRS/EDGE zum Telefonieren und SMS-Schreiben. Dafür kostet das Handy aber auch nur 49 Euro. Wer auf Whatsapp, Internet-Browsen und eine ordentliche Fotokamera verzichten kann, der darf hier wohl nicht nur - aber auch - wegen des Retro-Charmes zugreifen.

Nokia 3: Viel drin für wenig Geld

Nokia 3 Hands-on | (c) Areamobile

Nokia 3 - schlicht, aber gut | (c) Areamobile

Legendäre Vorfahren für die neuen Smartphone-Modelle, aber Nokia 3, Nokia 5 und Nokia 6 zeigen das, was die Handys der Finnen in der Vergangenheit erfolgreich machte: eine gelungene Mischung aus zweckmäßigem, aber schlicht-schickem Design. Das Nokia 3 setzt das mit haptisch ansprechend abgerundetem Metallrahmen und ansonsten schlichtem Polycarbonat-Gehäuse erfolgreich um. Zudem ist das Smartphone mit knapp 8,5 Millimeter Bautiefe angenehm handlich. Technisch setzt Nokia eher auf einfache, aber zweckdienliche Komponenten. So kommt als Prozessor ein Mediatek MTK6737 mit 2 GB RAM zum Einsatz, dessen vier Prozessorkernen mit bis zu 1,3 GHz takten. Diese Kombo befeuert ein 5 Zoll großes Display mit HD-Auflösung, zwei 8-Megapixel-Kameras mit lichtstarker f/2.0-Blende erlauben Foto- und Videoaufnahmen. Das Smartphone wird mit Android 7.0 ausgeliefert, trotz des Mediatek-Prozessors verspricht Nokia regelmäßige Updates. Für 139 Euro schnürt Nokia hier ein beachtliches Einsteiger-Paket.

Nokia 5: Untere Mittelklasse mit gehobenem Schick

Nokia 5 Hands-on | (c) Areamobile

Nokia 5 - bestes Preis-Leistungsverhältnis | (c) Areamobile

Beim Nokia 5 legt der Hersteller eine Schippe nach. Das Gehäuse setzt auf schlichtes Design, diesmal kommt aber ausschließlich Aluminium als Werkstoff für die Rückseite zum Einsatz, die sich in einem Guss um die Seiten des Smartphones zieht und nicht von Antennenfugen unterbrochen wird. Das Display ist mit 5,2 Zoll etwas größer, die Auflösung bleibt gleich. Als Prozessor setzt Nokia beim 5er-Modell auf den Chip-Marktführer Qualcomm und integriert einen modernen Snapdragon 430 mit acht Prozessorkernen mit Anbindung an 2 GB RAM. Die Kameras lösen bei diesem Gerät mit 13 Megapixel bzw. 8 Megapixel auf, ein Phasenerkennungs-Autofokus und lichtstarke Technik (Blende f/2.0) sowie ein Dual-Tone-LED-Blitz sollen für gute Bilder und Videos sorgen. Neben LTE, WLAN, Bluetooth und GPS sind auch NFC und ein Fingerabdrucksensor eingebaut. Alles wird von einem starken Akku mit 3.000 mAh angetrieben. Auch hier gibt es Android 7 und das Update-Versprechen - für 189 Euro kann man als Käufer da nichts falsch machen.

Nokia 6: Zu teuer für Europa?

Nokia 6 Hands-on | (c) Areamobile

Nokia 6 - edel, aber zu teuer | (c) Areamobile

Noch eine Nummer größer ist das Nokia 6 - in fast allen Belangen. Das fängt mit dem 5,5 Zoll großen Display mit Full-HD-Auflösung an, geht über zu 3 GB RAM statt 2 GB RAM und 32 GB statt 16 GB internem Speicher bis hin zur Kamera mit 16 Megapixel statt 13 Megapixel - natürlich ebenfalls mit lichtstarker Blende und Dual-Tone-LED-Blitz. Dabei ist außerdem ein Fingerabdrucksensor unter dem Display, gleich geblieben sind hingegen der Snapdragon 430 als Prozessor und ein Akku mit 3.000 mAh - gerade der Prozessor scheint auf den ersten Blick der größte Kritikpunkt am Gerät zu sein, da sich das Nokia 6 damit nicht deutlich genug vom Nokia 5 abgrenzt. Allerdings sind bei genauerem Hinsehen durchaus ausreichend viele Unterschiede zu erkennen, außerdem kommt es hier auf den Preis an. In Asien wird das Modell bereits verkauft und kostet dort umgerechnet etwa 230 Euro. Ein solcher Preis wäre angesichts der Ausstattung des Smartphones spitze. In Europa ist aber eher ein Preis von 279 Euro realistisch - und dafür gibt es auch schon Smartphones mit stärkerem Prozessor, etwa ein Motorola Moto G5 Plus.

Fazit

Die neuen Nokia-Phones muss man nicht nur aus Nostalgiegründen kaufen. Drei der vier hier vorgestellten Geräte bieten ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis. Nur das Nokia 6 fällt da aus der Reihe, wenn es hierzulande tatsächlich 280 Euro kosten wird. Mein Eindruck: Die Nokia-Marke hat Zukunft im Smartphone-Markt, wenn sich HMD keine Ausrutscher leistet und genauso ambitioniert wie bisher weitermacht. Fans der Marke dürften nämlich längst auf ein echtes Topgerät warten. Wie wäre es da mit einem Nachfolger des ebenfalls legendären Nokia N95?

Mehr zum Thema: Android-Smartphone, Smartphone

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Kommentare
  1. 03.04.17 17:46 nohtz (Professional Handy Master)

    "ob man diese Geeäte tatsächlich"
    -->wie der eine Pirat im schiffsausguck bei den asterix-comics, der keine "R" sprechen konnte :-)

  2. 03.04.17 16:50 bocadillo (GURU)

    Und dann wird man sehen ob man diese Geeäte tatsächlich noch braucht

  3. 03.04.17 13:56 REhuus (Handy Profi)

    Jetzt warten wir erstmal ab, wo sich die Preise real einordnen und dann wird man sehen, ob die Geräte auch preislich konkurrenzfähig sind -oder nicht.

  4. 03.04.17 10:46 Hunter (Advanced Member)

    Warum baut man denn bitte in ein Gerät über 200 Euro noch nen 430er Prozi ein?! Da hätten sie ruhig nen 652 etc rein packen können.

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