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Bixby: Was der Samsung-Assistent kann und was nicht

Christopher Gabbert 30.03.2017 - 10:55|0
Bixby: Was der Samsung-Assistent kann und was nicht

Mit Bixby auf dem Galaxy S8 (Plus) will Samsung das schaffen, was andere Hersteller bereits seit längerem versprechen: Den Nutzern auf dem Smartphone einen wirklich helfenden Assistenzdienst bereitstellen. Wir haben Bixby ausprobiert und erläutern, was der smarte Helfer bereits leistet und was nicht.

Bixby ist der Neue in der Stadt der Sprachassistenten mit künstlicher Intelligenz. Samsung führt den eigenen Assistenzdienst mit dem Galaxy S8 (Plus) ein. Zwar kommt Bixby bei Release des Flaggschiff-Smartphones im April erst einmal leicht beschnitten nach Deutschland, denn die Spracherkennung auf Deutsch wird nachgereicht. Er hat aber trotzdem bereits einiges zu bieten.

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Bixbys Funktionsumfang beruht auf vier Hauptsäulen, die sich in Voice (Sprechen), Vision (Sehen) Reminder (Erinnern) und Home (Empfehlen) aufteilen. Der Bereich Home lässt sich dabei am besten mit Google Now vergleichen. Wo auf dem Galaxy S7 die Nutzer noch vom Info-Center "Upday by Samsung" auf dem Laufenden gehalten werden, ist auf dem Galaxy S8 Bixby der Bereich Home untergebracht. Dieser ist links an den ersten Homescreen angeheftet und durch eine Wischbewegung von links nach rechts oder Drücken der Bixby-Taste erreichbar. Hier finden Anwender nützliche Informationen, wie zum Beispiel das Wetter, einen Terminplaner, aktuelle Neuigkeiten oder nützliche Apps.

Die vier Säulen von Bixby auf dem Samsung Galaxy S8 | (c) Samsung

Die vier Säulen von Bixby auf dem Samsung Galaxy S8 | (c) Samsung

Ähnlich wie bei Google sind die Informationen hier in Form von Karten hinterlegt und werden entsprechend dem Nutzerverhalten angepasst. Öffnet der Nutzer immer zu einer bestimmten Uhrzeit auch eine bestimmte App, werden diese auch zur entsprechenden Zeit eingeblendet. So können Nutzer beispielsweise auf dem Weg zur Arbeit schnell die Nachrichten-App öffnen, während der Mittagspause das neue Handy-Game starten oder zum Feierabend die eigene Frau anrufen. Ähnlich verhält es sich auch mit Verkehrsinformationen, sodass Bixby zum Beispiel die Pendelstrecke zwischen Arbeit und Zuhause zur passenden Zeit einblendet.

Bixby Vision und Reminder

Neben den Informationskärtchen bietet der Home-Bereich auch Zugriff auf die drei anderen Funktionen Voice, Vision und Reminder, von denen aber nur Vision und Reminder zum Start verfügbar sind. Bixby Vision ist dabei die Bild- und Texterkennung über die Kamera des Samsung Galaxy S8. Wird beispielsweise ein Produkt-Etikett vor die Linse gehalten, ermöglicht die App, das eingescannte Produkt bei einem der Partner zu kaufen. Ist die Kamera auf eine Sehenswürdigkeit gehalten, liefert die künstliche Intelligenz Infos dazu. Dabei verlässt sich der Assistent nicht nur auf die Bilderkennung, sondern nutzt unter anderem auch Positionsdaten, um die Treffergenauigkeit zu erhöhen.

Die vier Säulen von Bixby auf dem Samsung Galaxy S8 | (c) Samsung

Mit Bixby-Vision einkaufen, Orte erkunden, oder Texte übersetzen | (c) Samsung

Das dritte bereits verfügbare Bixby-Feature ist die Erinnerungs-Funktion. Wie auch andere Assistenten sendet Samsungs Helfer Benachrichtigungen zu anstehenden Terminen oder spannenden Sehenswürdigkeiten in der Umgebung. Wer öfter vergisst, wo das eigene Auto geparkt ist, kann über Bixby zum Beispiel auch eine digitale Markierung hinterlassen, um sich später mit dem Galaxy S8 zum Gefährt zurückführen zu lassen.

Was Bixby hierzulande noch nicht kann

Das Bixby-Feature, auf das Käufer des Samsung Galaxy S8 hierzulande vorerst verzichten müssen, ist die Spracherkennung. Wie wir im ersten Hands-on mit der für die englischsprachigen Länder gedachten Version des Smartphones festgestellt haben, ist das eines der großen Besonderheiten des schlauen Assistenten. Mit Spracheigabe ist Bixby dazu in der Lage, viele Funktionen auf dem Galaxy S8 zu steuern, die auch über das Touch-Display möglich sind.

So lässt sich nach dem Markieren von mehreren Fotos in der Galerie zum Beispiel nach dem Betätigen der Bixby-Taste per Sprache befehlen, die Bilder in einen Ordner zu packen und diesen gleich benennen. Auch Aktionen wie das Drehen von Bildern, Anwenden von Filtern oder Beschneiden in ein bestimmtes Format. Auf die Verknüpfung von Spracherkennung mit den Features Vision und Reminder müssen deutsche Nutzer ebenfalls noch warten.

Die vier Säulen von Bixby auf dem Samsung Galaxy S8 | (c) Samsung

Auch der DND-Modus kann über Bixby aktiviert werden | (c) Samsung

Ist er dann da, öffnet Bixby beispielsweise auf die Nachfrage "Was ist das?" automatisch die Kamera und ruft damit den Funktionsbereich "Vision" auf und beginnt Objekte im Sucher zu scannen. Auch die Nachfrage nach anstehenden Terminen oder die Bitte zu einer bestimmten Zeit an etwa erinnert zu werden, kann so voraussichtlich erst in der zweiten Jahreshälfte genutzt werden.

Eine weitere Besonderheit ist Bixbys Reaktion, wenn dieser nicht alle eingesprochenen Wörter verstanden hat. Dann wirft der Assistent nämlich nicht einfach eine Fehlermeldung aus, sondern erledigt alle Aktionen, die er verstanden hat und fragt dann nach mehr Informationen, um den "Job" vollständig auszuführen. Der Vorteil: Bixby lernt aus den Fehlern und soll dann künftig ähnlich formulierte Sätze besser verstehen und abgelaufenen Schritte als Verhaltensstruktur abspeichern. Samsung zufolge soll Bixby damit im wahrsten Sinne des Wortes auch aus Fehlern lernen.

Samsung ist auf dem richtigen Weg

Bixby macht auf dem Samsung Galaxy S8 bereits jetzt einen sehr guten Eindruck. Der Assistent ist gut in das System integriert und besitzt Features, die andere Hersteller nicht bieten können oder deutlich schlechter integrieren. Bleibt zu hoffen, dass mit Erscheinen auch viele App-Drittanbieter Unterstützung für Bixby bieten werden und dieser nicht wie S-Voice in Vergessenheit gerät.

Richtig spannend wird es aber erst, wenn wir testen können, wie gut Bixby mit der deutschen Sprache klarkommt. Das Smartphone endlich in großen Teilen mit der Sprache bedienen zu können, ist eines der großen Versprechen die Samsung macht und tendenziell sogar einhalten könnte. Dann werden wir natürlich in einem Vergleich auch testen, wie Samsung Alltags-Helfer mit der Konkurrenz aus Apples Siri und Google Assistant mithalten kann.

Mehr zum Thema: Android-Smartphone, Smartphone, Sprachsteuerung, Galaxy-Smartphone

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