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Autor: AreaMobile Redaktion | 10.10.2005 - 11:06 | 0

Vorgestellt: Sony Ericsson P990i

Vorgestellt: Sony Ericsson P990i

Dass Sony Ericsson einen Nachfolger für seine Erfolgsserie der P-Smartphones vorstellen würde, stand schon lange fest. Seit Anfang Juli ranken sich Spekulationen und Gerüchte, die bis zuletzt Lücken in der Ausstattungsliste ließen und auch die ersten Spyshots des Smartphones "Hermoine" enthielten nur unscharfe Bilder, die einen ersten Eindruck über das PDA-Phone vermittelten.

p990i frontal

Foto: Sony Ericsson P990i

Nun ist es offiziell: das Sony Ericsson P990i wird neben allen Features der Vorgängerversionen auch über UMTS und WLAN (WiFi 802.11b) verfügen, was es nebst dem neuen Betriebssystem UIQ3.0 zu einem starken Konkurrenten zu Motorolas A1000 werden lässt - ein integriertes AGPS-Modul für Navigationsanwendungen fehlt dem Gerät allerdings. Den bewährten Formfaktor mit großflächigem Display, das auflösungsmäßig auf 320x240 Pixel aufgebohrt wurde und 262.144 Farben darstellt, hat Sony Ericsson ebenfalls optimiert: die Tastatur befindet sich nun direkt auf dem Grundgerät und wird vom abnehmbaren Zifferntasten-Flip verdeckt. Die Buchstabentasten der QWERTZ-Tastatur sind quadratisch geformt und weisen leichte Abstände zueinander auf, was das Tippen mit dem Gerät gegenüber dem Vorgänger sicherlich deutlich erleichtern dürfte.

Dabei ist das P990i sogar noch etwas kleine als seine Vorgänger: es misst 114x57x25mm Auf der Vorderseite des Tastenflips findet man einen 5-Wege-Navkey in großer Ausführung und 4 breit angelegte Softkeys. Die Zifferntasten selbst wurden zugunsten verbesserter Bedienbarkeit wieder schmal ausgelegt und erinnern an das Vorgängermodell P900i. Eine nach innen gerichtete Kameralinse ermöglicht die Videotelefonie mit dem Gerät - dieses Feature wird automatisch aktiviert, wenn der Nutzer eine USIM-Karte ins Smartphone einsetzt. Als Hauptkamera kommt eine vom K750i bekannte Komponente mit 2-Megapixeln Auflösung zum Einsatz, die gestochen scharfe und farbreine Aufnahmen ermöglicht, die auch für Fotoabzüge geeignet sind.

Als Speicherlösung kommt wie in allen Phones des Herstellers der proprietäre Memorystick Pro DUO zum Einsatz, der in Kapazitätsgrößen bis zu 4GB hergestellt werden kann - in der Verpackung soll beim Erscheinungstermin eine Variante mit 64MB liegen und den internen Speicherausbau von 80MB ergänzen. An lokaler Connectivity mangelt es dem Gerät beileibe nicht: neben dem neuen WLAN-Port versteht es sich nach wie vor auf Bluetooth und IrDA und verfügt über einen direkten USB-Anschluss, über das sich das Gerät auch aufladen lässt. Weiterhin wird das P990i bereits ab Werk für verschiedene EMail-Push-Services vorbereitet sein, darunter auch für den populären Blackberry-Standard.

P990i offen schräg liegend

Foto: Sony Ericsson P990i

Neben einem leicht modifizierten Nutzerinterface macht das vorinstallierte auf SymbianOS9 beruhende Betriebssysystem UIQ3.0 auch neue Applikationen möglich. UIQ setzt im Gegensatz zu Series60 auf einen deutlich höheren Grad von Konfigurier- und Skalierbarkeit: sowohl Endgeräte-Hersteller als auch Netzbetreiber können das System gänzlich ihren Vorstellungen anpassen. Standardmäßig sind dem System die vom P900 und P910i bekannten Applikationen vorinstalliert, darunter die komfortable Kontaktverwaltung, mit der man auch auf bequem auf SIM-Kontakte zugreifen kann und die Anruferbilder unterstützt und eine Agenda mit vier Termintypen (Verabredungen, Erinnerungen, Jubiläen und Ganztagesereignisse), die sich via vCalendar 1.0-Support auch mit Outlook synchronisieren lässt. Datensynchronisation über eine mobile Verbindung wurde bei Sony Ericsson schon seit dem P800 großgeschrieben und so unterstützt das P990i auch den OMA-konformen Datenaustausch via vCal- und vCard(2.1)-Formaten. Darüber hinaus ist die neue Betriebssystemplattform zu echtem Multitasking befähigt und erlaubt z.B. gleichzeitig Telefonie, Webbrowsing und den Empfang von Mitteilungen.

Browser Rising Sun

Foto: UIQ3.0 | Webbrowser

Der Webbrowser beruht auf Opera und unterstützt Small Screen Rendering sowie die Fullscreen-Ansicht von Webseiten. Er kennt die Standards XHTML 1.0 und WML 1.3, "echtes" HTML der Version 4.0.1 sowie CSS 2 und Javascript 1.5. Gesicherte Verbindungen lassen sich über SSL und TLS herstellen und Content über die Protokolle FTP und HTTP1.1 herunterladen. Zusatzprogramme sind der virtuelle Notizblock "Jotter", ein simpler Taschenrechner, ein File Manager und ein Voice-Recorder mit unbegrenzter Aufnahmelänge.

Das P990i soll im 1.Quartal 2006 erscheinen, einen Preis nannte Sony Ericsson bislang nicht. Die bislang am Markt erhältliche Konkurrenz ist spärlich: dem MDA Pro von T-Mobile fehlt der schmale Formfaktor und die 2-Megapixelkamera, Motorolas A1000 der WLAN-Port und die QWERTZ-Tastatur, Nokias 9500 die UMTS-Connectivity und Kamera. Man darf also gespannt sein, welche Neuigkeiten die Konkurrenz Sony Ericssons Flaggschiff entgegenstellen wird. Nach derzeitigem Stand gehört das P990i definitiv zu den vielseitigsten Smartphones am deutschen Markt.

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