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P10-Speicher: Huawei richtet Taskforce ein

Björn Brodersen 30.04.2017 - 18:59|1
P10-Speicher: Huawei richtet Taskforce ein

Huawei reagiert auf die eigenen Fehler im Umgang mit dem Speicher-Skandal rund um die neuen Flaggschiff-Modelle P10 und P10 Plus: Künftig soll in solchen Fällen eine spezielle Taskforce die richtigen Antworten finden. Sich selbst und den Manager-Kollegen verordnet der Mobile-Chef Richard Yu dagegen Kundengespräche und mehr Demut.

Huaweis ungenaue Angaben zur Speicherbestückung der neuen Top-Smartphones P10 und P10 Plus haben ein Nachspiel. Mobile-Chef Richard Yu richtet eine Taskforce ein und verordnet sich und den Managern der Consumer Business Group Kundengespräche in den Retail-Stores des Unternehmens am Tag der Arbeit. Außerdem ermutigt er alle Mitarbeiter der Sparte, die Ladengeschäfte aufzusuchen und dort zeitweise zu arbeiten und auf die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden zu hören. Es sei falsch und arrogant gewesen, sich gegenüber den Kunden mit den eigenen Problemen zu rechtfertigen, so Yu in einem offenen Brief an die Belegschaft. Vielmehr müsse man solche Angelegenheiten demütiger angehen, genau auf die Meinungen der Kunden hören und schnell und aufrichtig gemeint reagieren. Die richtigen Reaktionen soll künftig die neue "Consumer Listening Taskforce" finden.

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Hintergrund des offenen Briefs des Chefs der Smartphone-Sparte sind seine eigenen Aussagen zu den in Huawei P10 und Huawei P10 Plus verwendeten Speicherchips. Mitte dieses Monats gestand Yu ein, dass der chinesische Hersteller zum Teil langsamere eMMC-Speicher in die Geräte einbaue, und begründete dies mit Engpässen bei schnellen UFS-Speicherchips. Kurz darauf entfernte Huawei auf den Produktseiten für das im vergangenen Jahr herausgebrachte Highend-Phablet Mate 9 die Speicherklassifikation. Mittlerweile taucht die Angabe "UFS 2.1" wieder in der Produktbeschreibung des Mate 9 auf. Auf den Produktseiten zum Honor 8 Pro, das laut Hersteller ebenfalls mit schnellem UFS-Speicher bestückt ist, wird die Speicherart dagegen nicht explizit genannt.

Yu bezeichnet das Geschehene als "wichtige Lehrstunde" und als "Weckruf". "Wir müssen uns fragen, ob wir in den vergangenen Jahren zu schnell gelaufen sind oder unsere ursprüngliche Vision verloren haben", schreibt er. Damit meint er, die Bedürfnisse der Kunden immer voranzustellen.

Mehr zum Thema: Android-Smartphones, Smartphones

via Android Authority

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Kommentare
  1. 01.05.17 13:02 Fritz_The_Cat (Advanced Handy Master)
    Kurz zusammengefasst:

    Huawei schließt auch für die Zukunft die Verwendung unterschiedlich schneller Bausteine nicht aus (was ich auch nicht schlimm finde, solange diese auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden), sondern will dies nur nicht mehr kommentieren / kommunizieren.
    Auch letzteres finde ich nicht schlimm, so lange der gemeinsame Nenner stimmt und auf allen Geräten eingehalten wird.

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