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15 Jahre O2: Von der Homezone zum Jederzeit-ganz-für-dich-Angebot

Björn Brodersen 12.05.2017 - 13:43|0
15 Jahre O2: Von der Homezone zum Jederzeit-ganz-für-dich-Angebot

Die Homezone war einst ein fest mit O2 assoziiertes Tarifmerkmal: Kunden des Mobilfunkbetreibers waren damit zu Hause zu Festnetzpreisen auf dem Handy erreichbar. 15 Jahre später arbeitet der O2-Mutterkonzern an omnipräsenten und auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden zugeschnittenen Mobilfunkangeboten.

Genion, Homezone und O2 O mit Kostenairbag war einmal, heute stehen Banking, Streaming und O2 Free im Vordergrund der Vermarktung von O2. Die Marke der Telefónica Deutschland feiert in diesem Monat ihr 15-jähriges Bestehen. 1998 von Viag und British Telecommunications (BT) als Viag Interkom gegründet stieg das Unternehmen 2002 unter dem Namen O2 Germany als Wettbewerber von Deutscher Telekom, Mannesmann (heute Vodafone) und E-Plus in den deutschen Mobilfunkmarkt ein. Anfang 2006 ging O2 an die spanische Telefónica S.A., seit 2008 firmiert die deutsche Tochter als Telefónica O2 Germany. 2012 erfolgte der Börsengang und eine erneute Namensänderung auf Telefónica Deutschland.

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Im Sommer 2014 übernahm der Konzern den Wettbewerber E-Plus samt aller Marken wie Base, Blau und Simyo. Dadurch stieg die Telefónica Deutschland zum nach Kundenzahl größten deutschen Mobilfunkbetreiber vor Telekom und Vodafone auf. Heute zählt der Mobilfunkbetreiber insgesamt 44,7 Millionen Mobilfunkverträge.

Börsenstart von Telefónica Germany | (c) Unternehmen
Börsenstart mit dem ehemaligen CEO Rene Schuster | (c) Telefónica

Während O2 bzw. Viag Interkom anfangs Netzkapazitäten bei der Telekom anmietete, betreibt das Unternehmen seit 2010 bundesweit ein eigenes Mobilfunknetz. 2000 beteiligte sich O2 an der ersten, teuren Versteigerung von UMTS-Lizenzen, im Mai 2010 erwarb es im Bieterstreit Spektrum für LTE-Dienste. Heute deckt die Telefónica Deutschland nach eigenen Angaben mit den O2- und E-Plus-Netzen 95 Prozent der Bevölkerung in Deutschland mit UMTS und 80 Prozent der hierzulande lebenden Menschen mit LTE ab. Die Netzabdeckungskarte zeigt regional aber noch durchaus Lücken im UMTS- und mehr noch im LTE-Netz.

Auf dem Weg zur
Auf dem Weg zur "OnLife Telco" | (c) Telefónica

Auf dem Weg zur OnLife Telco

Heute baut sich der Telekommunikationsanbieter zur "OnLife Telco" um. Der vom Unternehmen kreierte Begriff soll beschreiben, wie die Telefónica Deutschland ihren Kunden digitale Dienste nach ihren individuellen Wünschen und Gewohnheiten sowie in Echtzeit bereitstellt. Das heißt: Kunden und Bedürfnisse rückt der Konzern bei der digitalen Transformation in den Mittelpunkt bei der Gestaltung neuer Produkte. Aber auch ein überall verfügbares Netz und zu überschaubaren bzw. kontrollierbaren Preisen nutzbare Dienste. Technologisch basiert das Geschäftsmodell auf der Bereitstellung von Konnektivität und Datendiensten sowie auf der Auswertung von Nutzerprofilen.

Als Anreiz für das Geschäft mit mobilen Daten dienen Dienste wie Sky Ticket, Napster Music Flat, EA Games Flat oder Skoobe eBook Flatrate. Für Services wie O2 Banking oder für die Teilnahme am "Advanced Data Analytics"-Programm wirbt der Anbieter mit Bonus-Tarifleistungen. Vorbehalte gegenüber der Freigabe von persönlichen Nutzungsdaten begegnet der Mobilfunkbetreiber unter anderem mit der zusammen mit dem Start-up people.io entwickelten App O2 Get: Hiermit können die Kunden auswählen, welche Informationen sie für welche Unternehmen und Marken freigeben, und gegebenenfalls auch alle persönlichen Daten löschen.

Datenverwaltung per App: O2 Get | (c) Telefónica
Datenverwaltung per App: O2 Get | (c) Telefónica
O2 Banking | (c) Telefónica
O2 Banking | (c) Telefónica

Probleme beim Unternehmensumbau

Reibungslos läuft der Unternehmensumbau nicht ab. Nicht nur Hunderte von Arbeitsplätzen fallen dabei weg. Die Telefónica Deutschland stand zuletzt auch heftig in der Kritik wegen mangelnder Netzqualität, der Datenautomatik, schlechter Erreichbarkeit der Kunden-Hotline und der Nutzung von (wenn auch anonymisierten) Kundendaten. Dazu kam vor kurzem ein Hacker-Angriff auf Banking-Kunden über eine seit Jahren bekannte Schwachstelle im O2-Netz. Die Hotline-Probleme will die Telefónica Deutschland zumindest für Mobilfunkkunden inzwischen behoben haben. Bis Jahresende will der Konzern die Netzzusammenschaltung abgeschlossen haben und sieht sich dann in der Lage, ebenso hohe Bandbreiten wie im Telekom- und Vodafone-Netz anzubieten.

Werbemotiv für O2 Free | (c) Telefónica Deutschland
Werbemotiv für O2 Free | (c) Telefónica Deutschland

O2 Free statt Datenautomatik

Mit den O2-Free-Tarifen hat O2 ein Alleinstellungsmerkmal: Nach Verbrauch des monatlichen Highspeed-Traffics surfen Mobilfunkkunden vorübergehend mit bis zu 1 MBit/s im Downstream weiter und können so Dienste wie Browsen, Facebook, Google Maps, Aktualisierungen von Apps, Spotify oder Youtube weiter nutzen. Eine Datenautomatik gibt es in diesen Tarifen nicht, eine Datennutzungspause droht aber auch nicht.

Mehr zum Thema: Mobilfunkbetreiber

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