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Betatest gestartet: Android O bringt neue Features und bessere Leistung

Tobias Czullay 17.05.2017 - 21:36|1
Betatest gestartet: Android O bringt neue Features und bessere Leistung

Auf der Entwicklerkonferenz I/O hat Google nur wenig Neues zu seinem Smartphone-Betriebssystem Android 8 verraten, dafür erscheint mit Android Go ein neuer Ableger. Die neue Version wird ab dem Spätsommer ausgeliefert, ein öffentliches Betaprogramm für Nexus- und Pixel-Geräte ist bereits gestartet.

Android hat einen weiteren Meilenstein genommen. Wie Google auf seiner Eröffnungs-Keynote zur I/O 2017 verkündet, verbucht das Smartphone- und Tablet-Betriebssystem monatlich zwei Milliarden aktive Nutzer. Passend zu diesem besonderen Anlass hat das Unternehmen auch seine kommende Android-Version etwas näher vorgestellt - wofür das O im Namen steht, bleibt allerdings bis auf weiteres ein Geheimnis.

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Zwar hatte sich Google auf seiner Präsentation viel Zeit gelassen, ehe die neue Android-Version besprochen wurde. Viel Neues hatte das Unternehmen am Ende aber nicht zum O-Release zu erzählen. Dave Burke, Chef-Entwickler des Android-Teams, demonstrierte den bereits aus der Developer Preview bekannten Bild-in-Bild-Modus, der sich besonders für paralleles Arbeiten und Anschauen von Videos oder die Videotelefonie eignen soll. Das Feature "Smart Text Selection" nimmt sich des auf dem Touchscreen mitunter arg fummeligen Markierens von Text an: Durch Machine Learning erkennt das Betriebssystem die von Nutzern besonders häufig im Verbund markierten Bausteine eines Texts, beispielsweise Adressen, E-Mail-Adressen oder Telefonnummern und markiert diese nun auch ganz automatisch zusammen.

Android O | (c) Screenshot AM
Der Bild-in-Bild-Modus | (c) Screenshot AM
Android O | (c) Screenshot AM
Notification Dots | (c) Screenshot AM

Mit "Autofill" präsentierte Burke außerdem eine Funktion, mit der die in einer App eingegebenen Login-Daten von einer anderen ausgelesen und automatisch eingefügt werden können. Beispiel Twitter: Wurde der Dienst zuvor häufig im Chrome-Browser genutzt, dann werden Kontoname und Passwort auf Knopfdruck in der Twitter-App eingefügt, wenn diese zum ersten mal gestartet wird. Die neuen "Notification Dots" meinen hingegen Markierungen an den App-Symbolen auf dem Android-Homescreen, die eine eingegangene Benachrichtigung andeuten. Doch statt wie in vorigen Android-Versionen nun die Benachrichtigungsleiste ausklappen zu müssen, kann eine Nachricht nun direkt über die App-Shortcuts - also durch das Kontextmenü, das über längeres Drücken des App-Icons geöffnet wird - gelesen und vergrößert werden.

Android O | (c) Screenshot AM
Autofill in Android O | (c) Screenshot AM
Android O | (c) Screenshot AM
Smart Text Selection | (c) Screenshot AM

Neben diesen neuen Features will Google auch Verbesserungen unter der Haube vorgenommen haben. Mit Google Play Protect macht das Unternehmen im Play Store die schon längst etablierte, für Nutzer aber bislang unsichtbare Malware-Überprüfung von Apps sichtbar. In der Übersicht über die installierten Apps wird im Play Store also künftig eine Art Virenscanner zu sehen sein. Darüber hinaus soll mit Android O die Performance vor allem beim Start von Apps beschleunigt werden, zudem können im Hintergrund laufende Apps tiefgreifender beschnitten und somit Performance und Akku-Laufzeit des Smartphones verbessert werden.

Android O | (c) Screenshot AM
Google Play Protect | (c) Screenshot AM

Android Go als Neuauflage von Android One

Zum spannenden und eigentlich für Android wegweisenden "Project Treble", das die Update-Versorgung für das Betriebssystem verbessern soll, ging Google auf der Bühne überhaupt nicht ein. Stattdessen präsentierte der Konzern mit Android Go eine Art Neuauflage seiner Android-One-Initiative: Mit Android O führt Google ein Zertifikat ein, das Smartphones mit mindestens 1 GB Arbeitsspeicher erhalten. Topmodelle mit größerem RAM sind damit also ab Werk dafür zertifiziert, nur geht es Google mit seinem neuen Programm vor allem um die Einsteigermodelle, die sich an dieser Schwelle befinden. Sie sollen eine etwas angepasste Version von Android erhalten, in der insbesondere der Datenverbrauch hervorgehoben und feiner justiert werden darf. Lite-Versionen bestimmter Apps, darunter Facebook und Skype, sollen im Play Store speziell für diese Geräte hervorgehoben werden.

Noch hat Google keine Details dazu verraten, wo entsprechende Smartphones veröffentlicht werden, da hierzulande allerdings kaum mehr solche mit 1 GB RAM angeboten werden, dürfte sich Android Go erneut auf Entwicklungs- und Schwellenländer beschränken. Näheres soll im Laufe dieses Jahres verraten werden, erste Geräte kommen 2018 auf den Markt.

Release im Sommer, Beta-Programm für Android O bereits gestartet

Bevor Google auf seiner I/O-Keynote den Punkt "Android O" auf seiner Liste abgehakt hat, hat das Unternehmen das Beta-Programm für die neue Version seines Betriebssystems gestartet. Nach der bereits im März für Entwickler veröffentlichten Preview steht diese neue Testversion nun für alle interessierten Nutzer eines Nexus- oder Pixel-Geräts bereit. Mindestvoraussetzung ist dabei ein Nexus 5X, Nexus 6P, Nexus Player, Pixel, Pixel XL oder Pixel C.

Interessenten können sich mit ihrem Google-Konto auf einer speziellen Webseite registrieren, die Beta-Version wird dann automatisch auf dem Gerät als Drahtlos-Update zum Download angeboten. Teilnehmer am Beta-Programm für Android N müssen sich neu anmelden, Updates für den O-Release werden Over-the-Air ausgeliefert. Da die Version allerdings noch nicht final ist und einige bekannte Fehler enthält, sollte sie nicht auf Smartphones oder Tablets für den Alltagsbetrieb installiert werden.

Google will die finale Version von Android O im Spätsommer an Nexus- und Pixel-Geräte ausliefern.

Mehr zum Thema: Android-Update, Google I/O

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Kommentare
  1. 18.05.17 06:15 Arminator (Advanced Handy Profi)

    " Darüber hinaus soll mit Android O die Performance vor allem beim Start von Apps beschleunigt werden"
    gibts schon wieder nen neuen compiler?

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