Schon die Halbjahreszahlen von T-Mobile für das laufende Geschäftsjahr ließen erahnen, dass der Wettbewerbsdruck auf dem deutschen Mobilfunkmarkt nicht spurlos an den etablierten Netzbetreibern vorbeigehen wird. Dennoch hatte sich Deutschlands führender Mobilfunkanbieter vergleichsweise gut behauptet, wie auch die nun aus Branchenkreisen bekannt gewordenen Unternehmenszahlen für das 3. Quartal belegen. Demnach sei der Kundenzuwachs im Vergleich zum Vorquartal ungebrochen gewesen, konkrete Zahlen wollte man aber nicht nennen und verwies auf die am 10. November erscheinenden offiziellen Quartalszahlen. Anhand dieser Angaben kann allerdings davon ausgegangen werden, dass T-Mobile mehr als 500.000 Neukunden hinzu gewonnen hat und somit fast 29 Millionen Menschen in Deutschland über das T-Mobile Netz telefonieren.
In Zukunft will T-Mobile schneller als der Markt wachsen, um seine Marktführerposition weiter auszubauen. Dazu will man u.a. enger mit den Mobilfunkdiscountern zusammen arbeiten, neue Innovationen auf den Markt bringen und das GSM Netz runderneuern. Außerdem strebt T-Mobile mittelfristig einen Datenanteil am Umsatz in Höhe von 25 bis 30 Prozent an. Da die bisherige Einnahmequelle der Gesprächsgebühren immer mehr am versiegen ist, setzen viele Netzbetreiber immer mehr auf den mobilen Datenverkehr.
Daher verwundert es auch nicht, dass T-Mobile auf der Fachmesse Systems in München die schleppende Entwicklung internetfähiger Handys kritisiert hat. Mit einem höheren Absatz von internetfähigen Handys würde T-Mobile den monatlichen Datenumsatz je Kunden erhöhen. Laut T-Mobile-Deutschland-Chef Philipp Humm soll die Angebotspalette zum Weihnachtsgeschäft aber bereits ausgebaut sein.
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