Wie AreaMobile heute von einem Unternehmenssprecher des niederländischen Elektronikkonzerns Philips erfuhr, will man sich aus dem mitteleuropäischen Mobilfunkmarkt zurückziehen. Der hiesige Markt sei nach eigenen Worten zu „Operator-getrieben“ und biete daher für Philips zu wenig Absatzchancen. Offensichtlich hatte es die Vertriebsabteilung nicht im ausreichenden Maße geschafft, Anbieter wie T-Mobile und Vodafone von den Vorzügen der Philips Mobiltelefone zu überzeugen und diese in die Verkaufsshops zu bekommen. Auf der IFA 2005 stellte der niederländische Konzern noch einmal drei neue anspruchsvolle Handys vor, doch auch hier erfolgte die Resonanz der Händler nicht in dem Umfang, wie man es sich erhofft hatte.
Allerdings bedeutet dieser Schritt keinesfalls den Rückzug aus dem gesamten Mobilfunkgeschäft, sondern lediglich die Neuorientierung nach Märkten wie Russland, Türkei und Asien, wo sich der Verbraucher völlig unabhängig vom Netzanbieter sein Handy auswählt. Dort seien die prognostizierten Umsätze wesentlich höher, als sie derzeit hierzulande ausfallen. Offensichtlich sind auch die Produktionskosten in diesen Ländern attraktiver, denn Philips plant ebenfalls die Verlagerung seiner Fertigungsstätte für Mobiltelefone von Frankreich nach Asien – ein Trend, dem mittlerweile viele internationale Mobilfunkkonzerne folgen.
Ob Philips langfristig eine Rückkehr in den mitteleuropäischen Mobilfunkmarkt in Betracht ziehe, wurde uns gegenüber weder bestätigt noch dementiert. Man wolle abwarten und genau beobachten, wie sich der Markt in Deutschland und Österreich weiterentwickle und anschließend entscheiden, ob man zurückkehrt.
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