Der Chiphersteller Infineon gibt sich für das Geschäft mit Mobilfunk-Erzeugnissen optimistisch, nachdem in den vergangenen Monaten hohe Verluste verzeichnet wurden. Grund zur Hoffnung ist durchaus gegeben: Nachdem der Marktanteil des ehemaligen Hauptabnehmers Siemens Mobile stark einbrach, ging auch Infineon schweren Zeiten entgegen. Allein in den vergangenen drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres verbuchte der Kommunikationsbereich einen Verlust von 88 Millionen Euro und lag damit weit hinter den Erwartungen zurück.
Foto: Siemens-BenQ AX72
Der Marktanteil sank im Parallelflug mit Siemens Mobile von ehemals zehn Prozent auf nunmehr sechs Prozent, alle Hoffnung liegt somit in der positiven Marktentwicklung von BenQ. "Wir haben die Voraussetzungen geschaffen, zukünftig profitabel wachsen zu können", erklärte Vorstandsmitglied Hermann Eul. "Unsere Beziehungen zu BenQ sind gut. Wir sind überzeugt, dass wir bald wieder an frühere Erfolge anschließen". Bereits in der Vergangenheit hatte sich auch BenQ positiv über die Kooperation mit Infineon geäußert. Erst im Juli dieses Jahres hatten die Münchner einen Mobilfunk-Chip vorgestellt, welcher die Kosten für Endgeräte deutlich verringern soll. Verantwortlich dafür ist ein Baustein, welcher den Prozessor zusammen mit der Sende- und Empfangselektronik vereint. Auf diese Weise entfallen zahlreiche Kondensatoren, Filter und Widerstände, sodass für ein Handy nur noch halb so viele elektronische Komponenten notwendig sind.
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