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Augmented & Virtual Reality: Gelingt Apple die Aufholjagd?

Stefan Schomberg 06.06.2017 - 16:50|0
Augmented & Virtual Reality: Gelingt Apple die Aufholjagd?

Bislang war Apple im Bereich Augmented Reality kaum aktiv, auch wenn CEO Tim Cook bereits im letzten Jahr ein verstärktes Engagement ankündigte. Jetzt ändert sich das, auf der jährlichen Entwicklermesse WWDC stellte das Unternehmen sein ARKit vor, mit dem iOS endlich AR-fähig wird. Außerdem bietet MacOS High Sierra jetzt VR-Support.

Das neue ARKit von Apple, das das Unternehmen auf seiner jährlichen Entwicklermesse WWDC vorgestellt hat, macht demnächst aus jedem iOS-Gerät ein AR-fähiges Spiel- oder Werkzeug. In beeindruckenden Demos zeigte das Unternehmen etwa, wie ein Spielzeugauto oder eine Tasse Kaffee perspektivisch genau und sogar mit exaktem Schattenverlauf auf der glatten Oberfläche eines Tisches abgestellt werden konnten. Möglich wird das durch schnelles und stabiles Motiontracking, als Resultat sehen entsprechende Inhalte nicht einfach nur so aus als schwebten sie grob über dem Tisch, sondern als stünden sie wirklich darauf. Zusätzlich implementiert Apple in Apple Maps jetzt auch viele Indoor-Karten von Flughäfen und Einkaufszentren auf Basis von AR - leider vorerst nur in den USA.

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WWDC 2017: AR| (c) Apple / AM
WWDC 2017: AR| (c) Apple / AM

Auch komplexe Szenarien sind mit ARKit möglich, in einer Techdemo von Peter Jacksons Wingnut-Studio zeigte Apple eine komplexe Landschaft, die mit der Unreal Engine erstellt wurde. Neben der Unreal Engine unterstützt ARKit außerdem Unity und SceneKit. Dank ARKit könnte Apple nicht nur einen Vorteil gegenüber Konkurrent Google haben, sondern auch das ganze Thema AR weiter vorantreiben. Denn während Google seine Tango-AR-Plattform nur in einigen ausgewählten Smartphones verwendet, macht Apple mit iOS 11 gleich Millionen von iPhones und iPads AR-fähig. Damit eröffnet Apple AR einem viel größerem Publikum und spricht zu Recht von der "größten AR-Plattform der Welt". Mit hochwertigen Techdemos hat das Unternehmen außerdem schon jetzt gezeigt, dass auch grafisch anspruchsvolle virtuelle Welten erschaffen werden können. Das könnte die Akzeptanz von AR schnell stark erweitern.

Bei VR ist Apple Nachzügler

Auch beim Thema Virtual Reality will Apple jetzt ordentlich mitmischen. In das neue Betriebssystem High Sierra ist das Metal-2-Framework mit direktem VR-Support integriert, außerdem werden auch Macs dank externer Grafikeinheit mit Steam-VR kompatibel sein. Steam arbeitet bereits mit Hochdruck an einer optimalen Einsatzmöglichkeit. Auch hier überzeugten Demos mit hoher grafischer Qualität. So zeigte Apple etwa eine Star-Wars-Demo mit der Unreal-Engine, die trotz beeindruckender virtueller Qualität auf dem neuen iMac mit 90 Bildern pro Sekunde lief. Überraschend: Eine eigene VR-Brille stellte Apple nicht vor sondern setzte stattdessen auf die HTC Vive. Ob das nur der erste Schritt auf dem Weg zu eigener VR-Ausrüstung ist, ließ Apple offen.

HTC Vive | (c) HTC
HTC Vive | (c) HTC

Irgendwie erweckt Apple derzeit beim Thema AR und VR den Eindruck, nur Nachzügler zu sein. Aber getreu dem Motto "lieber gut kopiert als schlecht selbst gemacht" entwickelt Apple die AR- und VR-Idee gekonnt weiter, indem das Unternehmen etwa mit toller Grafik punktet und Detailverbesserungen zeigt. Bei VR holt Apple damit nur auf, beim Thema AR überholt die Firma Konkurrent Google hingegen sogar. Denn dank ARKit wird die Verbreitung bei iOS-Geräten weit schneller steigen, als mit den wenigen Tango-Smartphones von Google. Damit erweist Apple dann aber auch Android-Nutzern einen guten Dienst, denn früher oder Später wird sich Google etwas einfallen lassen müssen, um gegen Apple nicht ins Hintertreffen zu geraten. Zumindest, wenn Apples AR auf Gegenliebe bei den Nutzern stößt.

Mehr zum Thema: WWDC, Augmented Reality (AR), Virtual Reality (VR)

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