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Autor: AreaMobile Redaktion | 03.11.2005 - 14:42 | 0

Colligan: Ausgliederung von PalmSource war ein Fehler

Colligan: Ausgliederung von PalmSource war ein Fehler
Ed Colligan Palm CEO

Foto: Palm-CEO Ed Colligan

Nach den Rückschlägen der Vergangenheit, der anhaltenden Kritik und der äußerst unkonventionellen Migration zu neuen Betriebssystemen, erklärt Ed Colligan, CEO des PDA- und Smartphone-Herstellers Palm in einem Interview mit der Zeitschrift ComputerBusiness Review, dass die Aufspaltung des Unternehmens vor 2 Jahren in jeweils eine unabhängige Software- und Hardwarefirma wohl ein Fehler gewesen sei. Er hätte diesen Schritt seinerzeit nicht gewagt.

Auf die Frage, ob nach Windows Mobile noch andere Betriebssysteme für den Einsatz in neuen Palm-Endgeräten in Frage kämen, gibt Colligan klare Antworten. Das von Nokia unterstützte und im Besitz von 5 weiteren Unternehmen befindliche System Symbian OS ist für sein Unternehmen keine Option.

Diagramm Symbian Eigentum Anteil eigner Anteilseigner anteile

Quelle: AreaMobile.de | Anteilseigner an Symbian

Die Konkurrenz sei zu stark, als dass man den derzeitigen Marktführer für Smartphones noch durch eine Partnerschaft unterstützen wolle. Die Entscheidung, ein Windows-System für den Treo 700 zu verwenden wurde in erster Linie mit Microsoft gemeinsam getroffen: die Netzbetreiber-Partnerschaften (insbesondere wohl Verizon Wireless) des Software-Hauses hätten darauf hingewiesen, dass sie vom Erfolg einer solchen Lösung überzeugt seien. Eine Partnerschaft mit Symbian sei daher auch in Zukunft prinzipiell ausgeschlossen. Ganz und gar nicht ausgeschlossen sei hingegen die Möglichkeit, dass man in Zukunft auch auf ein Linux-basiertes Betriebssystem setzen könne. Job-Ausschreibungen bei dem in Sunnyvale, Kalifornien ansässigen Unternehmen belegen, dass man nach Programmierern sucht, die Applikationen auf Linux-Basis entwickeln sollen. Das lässt Gerüchte hochkochen, die behaupten, Palm hätte gar kein Interesse, das bereits in der Entwicklung befindliche Linux-Backend des neuen PalmSource-Eigners Access zu nutzen, sondern setze vielmehr auf eine Inhouse-Entwicklung. Wenn sich das von PalmSource entwickelte mobile Linux-System ein weiteres Mal ins Unendliche verzögern würde, hätte man dann immerhin eine Lösung, auf die man zurückgreifen könnte - das derzeit noch auf allen Palm-Geräten zu findende PalmOS wäre in beiden Fällen zum Tode verurteilt.

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