Der drittgrößte Mobilfunkanbieter E-Plus konnte am Ende des dritten Quartals die 10 Millionen-Kundengrenze überschreiten. So telefonierten zum Stichtag 10,1 Millionen Kunden im Netz der niederländischen KPN bei einem Marktanteil von 13,2 Prozent, die somit ihren dritten Platz in Deutschland gegenüber dem nicht minder stark gewachsenen Netzbetreiber o2 verteidigen konnten. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist die Kundenzahl damit um über eine Million bzw. 12 Prozent gestiegen, wovon rund 327.000 im letzten Quartal hinzukamen. E-Plus war im letzten Jahr massiv mit seiner neuen Markenstrategie auf Kundenfang gegangen. So startete E-Plus mit dem Mobilfunkdiscounter simyo im Mai und führte im August die Flatrate-Marke BASE ein. Im September kamen die speziellen Zielgruppen-Angebote VIVA für Jugendliche sowie vor kurzem für die türkischstämmigen Mitbürger die Marke Ay Yildiz hinzu.
Stan Miller, Chief Executive Officer der internationalen Mobilfunkaktivitäten von KPN: "Der Wettbewerb um Mobilfunkkunden hat an Schärfe zugenommen. Auch wenn es noch relativ früh ist - die ersten Reaktionen von Kunden auf unsere neuen Marken, Produkte und Dienste sind vielversprechend." Der Kundenwert wurde nach eigenen Angaben von E-Plus um die inaktiven Prepaidkunden bereinigt. Rund zwei Drittel der 327.000 Neukunden sind Postpaidkunden, was sich auf den Kundenmix, der sich zu Gunsten des Anteils der Vertragskunden am Kundenbestand von 49 Prozent im Vorjahr auf 52 Prozent in diesem Jahr verbesserte. So wurden 5,258 Millionen Vertragskunden bei E-Plus gezählt, was einer Steigerung von 19 Prozent gegenüber 4,426 Millionen Kunden im vergangenen Jahr gleichkommt. Auch die Zahl der Geschäftskunden stieg um 190.000 auf 1,57 Millionen Kunden.
Beim operativen Umsatz legte E-Plus im dritten Quartal um sechs Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 717 Millionen Euro zu. Der Umsatz aus Mobilfunk-Dienstleistungen stieg auf 644 Millionen Euro, was einem Wachstum um 48 Millionen Euro bzw. acht Prozent bedeutet. Das operative Ergebnis EBITDA ist im Vergleich zum Vorjahresquartal jedoch von 178 Millionen Euro auf 169 Millionen Euro gesunken. Die EBITDA-Marge konnte im dritten Quartal hingegen leicht um zwei Prozent auf 23,7 Prozent gesteigert werden, da durch die geringeren Handy-Subventionen die Ausgaben für den Einkauf von Endgeräten spürbar gesunken seien. Der monatliche Durchschnittsumsatz pro Kunde gab aber im vergleichbaren Vorjahresquartal von 22 Euro auf 21 Euro weiter nach.
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