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iPad Pro: Apple geht mit A10X Fusion auf Risiko

Björn Brodersen 30.06.2017 - 16:06|0
iPad Pro: Apple geht mit A10X Fusion auf Risiko

Klein für einen iPad-SoC, groß für einen 10-Nanometer-Chip: Apple geht mit dem A10X Fusion in den neuen iPad Pro ein Risiko ein. Erstmalig schwenkt der Hersteller aus Cupertino mit einem Tablet-Modell auf ein neues Fertigungsverfahren für den Prozessor ein.

Apple setzt auf einen kleinen Chipsatz in den neuen iPad Pro, geht jedoch großes Risiko ein - das zeigt eine Analyse des A10X Fusion genannten SoCs von TechInsights. Der neue Apple-Chip in iPad Pro 10.5 und iPad Pro 12.9 besteht aus einem bis zu 2,36 GHz leistenden Hexa-Core-Prozessor und einer 12-Cluster-GPU und ist an einen 4 GB großen LPDDR4-Arbeitsspeicher angebunden. Gefertigt wird der A10X Fusion als erster Apple-Chip im 10-Nanometer-FinFET-Verfahren von TSMC, während der Vorgängerchip A9X noch im 16-Nanometer-FiNFET-Verfahren des taiwanischen Unternehmens produziert wird.

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Mit 96 mm² ist der neue Apple-SoC der bislang kleinste in einem iPad, aber dank der drei leistungsstarken Hurricane- sowie drei stromsparender arbeitenden Zephyr-Cores leistungsfähiger und energieeffizienter als die Vorgänger-Chips. Laut Apple ist der neue 64-Bit-fähige Chipsatz im CPU-Vergleich um 30 Prozent und im GPU-Vergleich 40 Prozent schneller als der A9X. Gleichzeitig gibt es im Generationenvergleich keine Einbußen bei der Akku-Laufzeit: Bis zu zehn Stunden WLAN-Surfen oder Videoabspielen oder bis zu neun Stunden Internet-Browsen über eine mobile Datenverbindung gibt Apple beispielsweise für das iPad Pro 10.5 mit 30,4 Wh starker Batterie an - das sind die gleichen Laufzeitwerte wie für das kleinere iPad Pro 9.7 mit 27,5-Wattstunden-Akku.

Nach Einschätzung von Anandtech entscheidet sich Apple mit dem A10X Fusion recht früh für einen im 10-Nanometer-Verfahren gefertigten Chipsatz und geht dabei auch ein gewisses Risiko ein. Da die Ausbeute bei neuen Nodes anfangs häufig vergleichsweise niedrig ist, werden diese in der Regel erst mit kleinen Chips getestet. Bislang ist Cupertino immer mit einem iPhone-Modell auf einen neuen Produktionsprozess für den Chipsatz eingeschwenkt. Allerdings fällt der A10X Fusion für einen 10-Nanometer-Chip vergleichsweise groß aus und bietet auf GPU-Seite keine erkennbaren Neuerungen. Die Chip-Experten sehen das als Beleg für eine konservative Herangehensweise Apples an den neuen Chipsatz.

Mehr zum Thema: iPad, Tablet, Apple-Tablets

via Golem

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