Foto: TV Handy Nokia 7710
Während anderen Orts noch darüber diskutiert wird, ob für Mobile TV via DVB-H seitens der Konsumenten überhaupt Interesse besteht, wurde in Finnland als erstes europäisches Land bereits der Startschuss für das Bieterverfahren gegeben. In dem skandinavischen Land glauben weitaus mehr Content Provider an einen mittel- bis langfristigen Erfolg von Mobile TV, als dies bislang z.B. noch in Deutschland der Fall ist. Die aus der Auktion hervorgehenden Lizenzhalter sind dann voraussichtlich ab dem 1. Quartal 2006 für einen Zeitraum von 20 Jahren sowohl für die Übertragung als auch für das Management des entsprechenden Übertragungsnetzwerks verantwortlich. Sie haben allerdings die Möglichkeit, Netzwerkkapazitäten an Service Provider oder andere Unternehmen weiterzuverkaufen, so wie es derzeit z.B. im deutschen GSM-Netzwerk an der Tagesordnung ist.
Für Deutschland sieht die Mehrzahl der veröffentlichten Marktforschungsstudien zwar ebenfalls ein hohes Marktpotenzial, dies hängt aber wesentlich von der Höhe der Nutzungsgebühren ab. Die jüngste Studie des Beratungsunternehmens A.T. Kearney belegt noch einmal, dass nur jeder zehnte deutsche Mobilfunknutzer bereit wäre, für mobile Fernsehangebote zu zahlen. Dennoch wurde auch in Deutschland DVB-H erfolgreich getestet und soll zur Fußball-WM 2006 kommerziell vermarktet werden.
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