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Motorola über Smartphone-Module: "Die Konkurrenz hat sich nicht mit Ruhm bekleckert"

Björn Brodersen 24.08.2017 - 17:52|2
Motorola über Smartphone-Module:

So funktioniert es auch mit Smartphone-Modulen: Während andere Hersteller mit Smartphones mit Anschlüssen für Funktionsmodule bislang keinen Erfolg hatten, sieht sich Motorola mit den Moto Mods auf dem richtigen Weg. Allerdings hat die Lenovo-Tochter auch ordentlich Starthilfe bekommen.

Warum sind Hersteller wie LG mit einem Modulkonzept fürs Smartphone gescheitert und warum sieht Motorola die Moto-Z-Serie mit den Moto Mods als erfolgreich an? Lars-Christian Weisswange, General Manager Mobile Business Group von Lenovo für Deutschland, sieht dafür drei Gründe: Die Einfachheit und die Offenheit des Motorola-Systems sowie den generationsübergreifenden Ansatz. "Wir haben es geschafft, ein supersimples und offenes System zu machen", erläutert Weisswange im Vorgespräch zur IFA gegenüber Areamobile. "Der Kunde muss sich keine Gedanken um den Zusammenbau, um Software oder um Updates machen - es funktioniert alles sofort. Außerdem haben wir gleich zum Start der Moto-Z-Serie das Developer-Kit für die Moto Mods veröffentlicht." Über das Crowdsourcing entstünden kreative Ideen für neue Funktionsmodule.

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Mit dem Moto Z2 Play, das jetzt gerade an den Handel ausgeliefert wird, habe Motorola zudem das von Anfang an gegebene Versprechen eingehalten, dass Moto-Z-Smartphones und Moto Mods verschiedener Generationen zusammen funktionierten - jeweils über drei Generationen in beide Richtungen garantiert der Hersteller dies. Dieses Vertrauen bei den Kunden aufzubauen, sei anderen Herstellern nicht geglückt. "Die Konkurrenz hat sich da nicht mit Ruhm bekleckert", urteilt er.

Motorola Moto Z2 Play | (c) Areamobile
Moto Z2 Play mit Lautsprecher-Mod

Welches Moto Mod verkauft sich am meisten?

Anders als das 499 Euro teure Moto Z2 Play (Testbericht) sind die neu vorgestellten Moto Mods vorerst noch nicht alle im Handel verfügbar. Lediglich der Lautsprecher JBL SoundBoost 2 kann jetzt im Motorola-Store für 99 Euro erworben werden. Meistverkauftes Moto Mod ist laut Weisswange das Akku-Powerpack Incipio Offgrid für 89 Euro, das häufig gleich beim Smartphone-Kauf hinzugewählt werde. Die Hasselblad-Kamera mit zehnfachem optischen Zoom richte sich dagegen an die zahlenmäßig kleinste Zielgruppe. Sie kostet im Motorola-Shop inzwischen nur noch 171 Euro - vorher waren es 349 Euro. Geld verdiene Motorola mit den Funktionsmodulen ohnehin nicht, so Weisswange. Diese seien eher eine Plattform für Innovationen.

Die Abverkaufsaktionen vor allem von Saturn - hier war das ursprünglich 699 Euro teure Moto Z zwischenzeitlich über mehrere Wochen zum Schleuderpreis von 249 Euro erhältlich, heute kostet es dort 369 Euro - dienten dazu, die Z-Serie-Geräte mit dem Modulanschluss unter die Leute zu bringen. Das im Juli vorgestellte Moto Z2 Force soll später auch in Deutschland in den Handel kommen - in den USA kostet es je nach Provider zwischen 720 und 810 US-Dollar.

Wie viele Moto-Z-Smartphones Motorola bislang verkauft hat, verrät Weisswange nicht. Die am stärksten nachgefragte Smartphone-Serie des Unternehmens sei allerdings eine andere: Moto G.

Mehr zum Thema: Android-Smartphones, Smartphones, Modulare Smartphones

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Kommentare
  1. 25.08.17 02:09 Gandalf (Expert Handy Profi)

    Lenovo muss ordentlich Cash haben. ;-)
    LG ist's zu heiß geworden und sind umgestiegen.
    Man kann die Module ohnehin umgehen, auch Motorola könnte das.
    Eine Hasselblad Kamera einbauen, einen größeren Akku, von mir aus mit Powerbank als Optionskauf, JBL Stereolautsprecher (oder eben Marshall) und das andere Zeug braucht man ja jetzt nicht unbedingt.
    So könnte man das Gerät auch immer noch für 799€+ verkaufen und es würde wohl besser gehen.

    Aber, ist nur meine Meinung. Die Z Serie ist sowieso nicht schlecht, sind gute Geräte wie ich finde.
    Und wie es scheint, ist die Mod Geschichte nicht sooo verkehrt, wenn man den Gerüchten glauben schenken darf. Denn laut diesen, werden die Pins auch beim Samsung Galaxy S9 Einzug halten. Warum? Man hat nachträglich mehr Möglichkeiten.
    Nur die Preise für die Mods in der UVP finde ich persönlich absurd.
    Samsung kann sich solche Preise leisten und alle finden dies geil, Moto nicht wirklich.
    Das Z1 mit dem Hasselblad Mod für 275€+171€ ist hingegen schon wieder ein Schnapper.

    Mir fehlt einfach noch das 18:9 Display und hoffentlich kommt das dann im Moto Z3 zum Einsatz. Aber das dauert ja noch bis zum Spätsommer 2018.
    Etwas spät, aber wenn's kommt, wäre ich interessiert.

  2. 25.08.17 00:55 chief (Professional Handy Master)

    Wenn ich das richtig herauslese, ist der Erfolg der Modulgeschichte, auf die man bei Lenovo wohl viel hält, einzig darauf zurück zuführen, das die Geräte und die Mods "verschenkt" unters Volk gebracht wurden?

    Und dann haut man solche Statements raus? Respekt. Was nimmt der?

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